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Eine wohlklingende Sinfonie in der Reihe „Musik und Wort“

Dann kam der Erzengel Michael „einfach so angeflogen“

Hameln. Der Erzengel Michael gilt als mächtigster und facettenreichster unter den Erzengeln. Nach christlicher Überlieferung hat er den Teufel in Gestalt eines Drachens besiegt. Er wird als Retter aus Gefahrensituationen sowie als Engel des Rechts und der Gerechtigkeit bezeichnet. Auch gilt er als Schutzengel und Schutzpatron. Der Erzengel ist aber auch ein guter Unterhalter, wie sich nun im Münster St. Bonifatius zeigte.

veröffentlicht am 03.07.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Musik und Wort“, die in diesem Jahr unter dem Motto „Märchen – Sagen – Legenden“ steht, ging es am dritten Abend um Erzengel Michael, den Gotteshelden. Das Thema hörte sich an einem heißen Sommertag nach zu schwerer Kost an. War es aber nicht. Gesine Brüggemann und Ute Kuprat hatten für ihre literarischen Wortbeiträge anspruchsvolle Texte auserwählt, denen es weder an Humor noch an Esprit mangelte. „Wir haben lange gesucht, um etwas zu finden, das alle drei Aspekte, nämlich Sagen, Märchen und Legenden, vereint“, sagte Ute Kuprat. Der Erzengel Michael sei bei der Recherche „einfach so angeflogen“ gekommen.

Das Publikum dankte mit großem Applaus

Zu hören waren unter anderem das irische Märchen „Wie Maus und Katze erschaffen wurden“ oder die bulgarische Sage „Die Erschaffung Evas“. Letztgenannte Geschichte überraschte mit einer makaberen Pointe. Wer hätte gedacht, dass die Frau nicht aus der Rippe Adams, sondern aus der Schwanzspitze des Teufels erschaffen wurde? Durch „Die Legende von Mont St. Michel“ des Autors Guy de Maupassant erfuhren die mehr als 70 Zuhörer auch, wie St. Michael mit einer „Gärtner-List“ und anderen Tricks den Teufel bezwang. Der Legende nach gilt der Erzengel als treibende Kraft für den Bau der berühmten Klosteranlage in der Normandie.

Die Wortbeiträge erfolgten, wie üblich in dieser Veranstaltungsreihe, im Wechsel mit Musik. Diesmal waren Bernd Dormann an der Trompete und Maria Potaschnikova zu hören. Die von ihnen ausgesuchten Stücke wie „Trumpet Tune“ (Henry Purcell) oder die Sonate in F von Pietro Baldassare bildeten mit den Lesebeiträgen eine wohlklingende Sinfonie, für die das Publikum mit großem Applaus dankte.

Die nächste Veranstaltung der Reihe „Musik und Wort“ findet statt am Mittwoch, 8. Juli, um 18.15 Uhr. Sie steht unter dem Motto „Magische Begegnungen unterwegs“.

Sorgten für die musikalischen Beiträge: Bernd Dormann und Maria Potaschnikova.

Foto: sto



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