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Da will nichts zusammenpassen

Wer erinnert sich nicht gerne an Roger Rabbit oder den mutigen Hasen Caesar samt "Schlager für Schlappohren". Jetzt ist es wieder ein Hase, der die Kinoleinwand erobert. Ausgerechnet der Sohn des Osterhasen, der allerdings von einer Karriere als Drummer träumt. Doch in dem Streifen, einer Mixtur aus Realfilm und Computer-Animation, will, wie unser Kritiker Michael Ranze findet, so gut wie nichts zusammenpassen.

veröffentlicht am 01.04.2011 um 10:54 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

Kultur
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Von Michael Ranze

An sprechenden Hasen ist in der abendländischen Mediengeschichte kein Mangel. Ältere Leser erinnern sich sicher noch gern an „Schlager für Schlappohren“ mit dem mutigen Hasen Caesar. Mit einem ekstatischen „Biddeschööön“ kündigte er die nächste Nummer an und wackelte wild mit den Ohren – köstlich! Unvergessen auch Roger Rabbit, der es als Zeichentrickfigur mit waschechten Menschen zu tun bekam.  Nun also der nächste sprechende Hase: E.B, ein Teenager im Farmerhemd, der – welch schöne Idee! – die Trommeln in einer Rock-Band rührt. Zu dumm nur, dass E.B. ausgerechnet der Sohn vom Osterhasen ist, jenem netten Kerl, der die Kinder dieser Welt einmal im Jahr mit Leckereien versorgt. Ein wenig amtsmüde ist er geworden, und so soll E.B. bald die Nachfolge antreten. Der träumt allerdings von einer Karriere als Drummer und verduftet von den Osterinseln durch ein Loch nach – Hollywood. Hier trifft er den arbeitsscheuen Fred (James Marsden), der gerade die Luxusvilla eines Bekannten hütet und noch nach einer Herausforderung sucht…
 Nichts gegen sprechende Hasen, wie gesagt. Doch was sich die Autoren Ken Daurio und Cinco Paul, immerhin zuständig für so lustige Sachen wie „Horton hört ein Hui“ und „Ich – Einfach Unverbesserliches“ diesmal ausgedacht haben, geht auf keine Kuhhaut. Zugegeben: Die erste halbe Stunde mit Süßkram-Manufaktur à la „Charlie und die Schokoladenfabrik“ macht noch Spaß. Doch dass ausgerechnet David Hasselhoff einer „DSDS“-ähnlichen Castingshow vorsteht und ein Häsinnen-Trio auf „Drei Engel für Charlie“ macht, während ein hinterlistiges Küken namens Carlos E.B.s Abwesenheit zur Machtübernahme nutzen will, ist dann doch des Guten zu viel. Irgendwie will in dieser Mixtur aus Realfilm und Computer-Animation nichts zusammenpassen. Die vielen Kinder im Kino waren denn auch verdächtig still.



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