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Auszeichnung mit 20 000 Euro dotiert

Christian Lehnert bekommt Hölty-Preis

Hannover. Anfangs flogen einem die Töne nur so um die Ohren: So wild und unbändig war die Musik, die Geiger Jakob Encke und Cellist Leonard Disselhorst zum Auftakt der Verleihung des Hölty-Preises für Lyrik 2012 präsentierten. Die folgenden anderthalb Stunden im Kleinen NDR-Sendesaal waren von berührender Wortkunst auf dem Podium und von andächtiger Stille im Publikum geprägt. Vor allem Preisträger Christian Lehnert zeigte, wie man sich mit Gedichten der Prosa des Alltags, einer „massenhaften“, „einlullenden“ Verwendung von Worten als reinen „Sättigungsmitteln“ widersetzen kann.

veröffentlicht am 13.09.2012 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Jutta Rinas
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Lehnert, Lyriker, früher Pfarrer bei Dresden und heute Leiter des Liturgiewissenschaftlichen Instituts in Leipzig, wurde für die „Schönheit und Würde seiner Gedichte“ ausgezeichnet. Die Jury lobte ihn für die Beharrlichkeit, mit der er existenzielle Fragen wie die nach dem Ursprung allen Seins umkreist. Die zum dritten Mal verliehene, mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover gilt als höchstdotierter Lyrikpreis im deutschsprachigen Raum.

Als „Arbeit an der Hoffnung“ in einer nüchternen Gegenwart voller zerstörter Utopien charakterisierte Lehnert seine Dichtkunst. Der 43-Jährige zeigte in seiner Dankesrede, wie unterschiedlich das Prinzip Hoffnung ausgelegt werden kann. Ludwig Christoph Heinrich Hölty, aus Hannover stammender Namensgeber des Preises, sei noch geprägt gewesen von dem Glauben, dass letztlich alles gut werde im Leben.



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