weather-image
10°
Künstlergruppe zeigt mit „arche Herbst“ aktuelle Arbeiten

Bunte Vielfalt

HAMELN. „Arche Herbst“ und beides höchst unterschiedlich als zwei Außen-Innen-Projektionen. Draußen: Herbst elementar mit Regengüssen und Sturmböen – drinnen: arche „rötlich-herbstlich“, womit Edda Zesin hier vertreten ist

veröffentlicht am 17.09.2017 um 20:47 Uhr

Die ehemalige arche-Vorsitzende Annemarie Hodges im Gespräch mit Prof. Wulf Schomer. Foto: dana
pe

Autor

Richard Peter Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Und die Appos diesmal im Turmzimmer. Mittendrin eingebettet in Arbeiten, die diesmal wirklich sogenannte „jüngste Arbeiten“ präsentieren. Und bei Josefs „Klang der Formen und Farben“ sowie „Kosmische Geburt“ – dazu zwei „poetische narrative Arbeiten“ von Irene, wie es Prof. Wulf Schomer in seiner einfühlsamen Rede nannte, „Auszug aus dem Paradies“ und die „Neugier der Pandora“.

Und hier, majestätisch, auch Gisela Gührs goldfarbene Göttin, deren gehörntes Gesicht entfernt an Max Ernst erinnnert. Eine Vielzahl an neuen Arbeiten – Christiane Mauthes Fotografien, die Wirklichkeit in Bildwirklichkeit überhöhen. Reizvoll die „Aschebilder“ von Susanne Otte, Oxidationsprozesse in „zeichenhaften Abstraktionen“. Wie auch die titellosen „Farb-Form-Räume“ von Volker Heine.

Helmut Dohrmann mit einer beeindruckenden Zeichnung, die von einer Baumruine am linken Rand dominiert wird und einem winterlich filigranen Astwerk. Paul Wilde mit seinen drei Gouachen, die er „Selbst“ nennt. Sehr grafisch formell Hans Sasses Bildrelief aus Kartonage-Elementen.

Zwei Arbeiten von Andreas Hoppe: „Innen“ und „Aussen“. Betonarchitektur mit extremen perspektivischen Fluchtlinien – „inhumane Räume“, geeignet, Ängste und Klaustrophobien zu vermitteln“, wie Prof. Schomer es ausdrückt. Susanne Gührs mit „Augenbildern“, vor allem etwa zehn Stelen, dünn im Raum verteilt mit Würfel-Köpfen, deren Augen an „Big Brother“ erinnern.

Zwei Dohrmann-Aquarelle – einmal „Wrack“, Bootsgerippe und ein längst gesunkenes Boot. Ein Hingucker Brigitta Martins „Fahrtenbuch“, das von der Galerie in einem Streifen herunterführt, ein Papierband mit gebogenen Papierstreifen, die für „verlorene Zeit“ stehen. So ein bisschen Visitenkarte für seine geplante arche-Ausstellung: Bernd Schlüters „Flug ins Blaue“ – Fotografie-Montage wie auch „Dicke Luft.“ Auf der Galerie Wolfgang Raddatz mit drei Arbeiten, die den so tragisch ums Leben gekommenen Walter Benjamin sensibel als Buchrücken erinnert.

Eine schöne Ausstellung, dieser „arche Herbst“!

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare