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Florian Battermann übernimmt die Konzertdirektion Hannover und bespielt künftig die „Komödie im Theater am Aegi“

„Boulevard? Gibt’s nicht mehr!“

Hannover. Er ist der Neue. Aber eigentlich der Alte. Und doch ein ganz Junger. Florian Battermann wird künftig Theater im Theater am Aegi zeigen. Der 39-Jährige, der in Braunschweig und Hannovers Neuem Theater seit Jahren sehr erfolgreich Boulevardtheater serviert, hat die Konzertdirektion Hannover übernommen. Bislang gehörte die GmbH dem Unternehmen Landgraf, das Tourneetheater in ganz Deutschland spielt. Battermann übernimmt den jahrelang rückläufigen Abonnentenstamm und will die Publikumszahlen wieder nach oben treiben.

veröffentlicht am 05.09.2013 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:21 Uhr

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Autor:

Uwe Janssen
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Der gebürtige Hannoveraner, der seit fünf Jahren das Neue Theater Hannover künstlerisch betreut, sieht sich klar im Standortvorteil. „Ich kenn das Publikum hier, und ich produziere für Hannover und Braunschweig. Das Publikum ist ähnlich. Landgraf hat für sein Unternehmen produziert und es dann überall durchgejagt. Wir machen jetzt hier acht Mal im Jahr speziell fürs Aegi Unterhaltung.“

Es soll sich einiges ändern. Mehr Werbung, neue Gesichter auf der Bühne und vor allem gute Stücke sollen auch neues, jüngeres Publikum locken. „Das Stück ist die Basis, und wenn das nicht stimmt, nützt mir auch Herbert Herrmann nichts.“ Das Wort Boulevardtheater würde Battermann am liebsten streichen. „Dieses Theater gibt’s nicht mehr. Früher war Boulevardtheater „Ehebruch in ,Schöner Wohnen’. Schickes Bühnenbild, sieben Türen, dann ist ein Mann fremdgegangen, und die Frau war entweder zu doof, es zu merken, oder sie hat ihm verziehen. Das hat vor 20 Jahren funktioniert, aber das geht nicht mehr.“ Anders werden soll es mit „Harry & Sally“ im November oder „Spiel’s nochmal, Sam“ (mit Battermann als Woody Allen) im April 2014.

Dass der Theatermacher mit Unterhaltung nicht nur Tür-auf-Tür-zu-Theater meint, hat er im Neuen Theater mit nachdenklichen Stücken wie „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ gezeigt. Auch hier will er Gewohnheiten aufbrechen, mit Krimis oder ernsteren Themen. Man kann, sagt Battermann, am Ende eines Stückes weinen und sich trotzdem gut unterhalten fühlen. Dass sein Programm künftig unter dem Namen „Komödie im Theater am Aegi“ firmiert, ist eine pragmatische Entscheidung.

Vier Vorstellungen an drei Tagen wird es jeweils geben: donnerstags, freitags und zweimal am Samstag. 50 Prozent Auslastung sind erforderlich, „um eine schwarze Null zu schreiben. Und das haben wir etwa an Abonnenten.“



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