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Bei der Flügelsoirée im Vikilu demonstrieren Schüler erstaunliches Niveau

Blick in die Talentschmiede

Hameln. Der Zeitpunkt ist mit Bedacht gewählt. „Zwischen dem Regional- und dem Landeswettbewerb ,Jugend musiziert‘ soll der Nachwuchs sich noch einmal der Öffentlichkeit vorstellen“, erklärt die Vikilu-Musikpädagogin Cecliy Reimann. Was in der Enge der proppenvollen Aula oben unterm Dach der Schule bei der dritten Flügelsoirée zu erleben war, waren ausnahmslos erstklassige Leistungen, die sich nicht nur auf den liebevoll „Karl der Große“ genannten Konzertflügel der Schule beschränkten.

veröffentlicht am 29.02.2016 um 19:51 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Längst hat sich das Hamelner Gymnasium als Anlaufstelle und Talentschmiede für den regionalen Musiknachwuchs etabliert. „Schüler und Eltern wählen uns als einzige Schule mit entsprechendem Profil im Landkreis gezielt an“, so Reimann. Schulleiter Michael Glaubitz, sein Vorgänger Rainer Starke, Bürgermeisterin Ursula Wehmann sowie viele Gäste honorierten die Leistungen der Schüler dann mit reichlich Applaus.

Da stand etwa das von der Abiturientin Linda Nissel (Berufswunsch Forstwissenschaftlerin) gespielte „Frühlingsrauschen“ gleichberechtigt neben dem Bach-Präludium e-Moll, vorgetragen vom Fünftklässler Ole Einar Kirchberg, der einmal Opernsänger werden will.

Ob Ragtime, Violin-Variationen oder das vierhändige „Hang Gilders“ von Annabell Jost und Lea Brockmann aus der sechsten Klasse, alles wurde technisch gekonnt vorgetragen. Besondere Aufmerksamkeit erntete der 13-jährige, vor einem Jahr aus Russland nach Hameln übergesiedelte Mikail Sitnikov. „Mikail konnte kein Wort Deutsch, heute spricht er fast perfekt“, so Musiklehrerin Ute de Vries stolz. Mit Edward Griegs „Kobold“ zauberte Mikail auf „Karl dem Großen“ dann auch hervorragende Klänge hervor. Die Überraschung des Abends war sicherlich die junge Sofie Thomas, die Felix Mendelssohn-Bartholdys Heinrich-Heine-Vertonung „Auf den Flügeln des Gesanges“ präsentierte. Tatsächlich ein gesanglicher Hochgenuss.

Beim Konzert dabei waren auch einige bereits beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ ausgezeichnete Preisträger wie Jan-Lukas Willms, der den Bundeswettbewerb schon zweimal gewinnen konnte. Seine Chopin-Etude op. 25, Nr. 1 beendete einen langen Konzertabend des Musiknachwuchses.

Einziger Minuspunkt: die Bestuhlung der kleinen Vikilu-Aula ist viele Jahrzehnte alt, und wahrscheinlich sind ihr schon viele Damenstrümpfe zum Opfer gefallen. „Da muss dringend was getan werden. Wir brauchen 120 neue Stühle“, wünscht sich Ute de Vries.



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