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Nach jahrelanger Planung legt Starregisseur James Cameron seinen 3 D-Blockbuster „Avatar“ vor

Blau, blau, blau sind alle seine Feinde…

Der Name der fremden Welt verheißt nichts Gutes. Aber nicht der Planet Pandora birgt Böses. Es sind die Menschen, die ihn aufbrechen und ausbeuten wollen und damit Unheil bringen. Regisseur James Cameron hat sein filmisches Schaffen nach „Titanic“ für mehr als zehn Jahre auf Eis gelegt, um die Geschichte des Marines Jake Sully zu erzählen. Der querschnittsgelähmte Sully, der von dem charismatischen Australier Sam Worthington gespielt wird, kommt nach Pandora, um in einen sogenannten Avatar zu schlüpfen. Der hochgewachsene blauhäutige Leihkörper aus der DNS Jakes und von Pandoras Ureinwohnern, den Na’Vi, soll dazu dienen, Kontakt aufzunehmen. Doch das Militär ist nicht an freundschaftlichen Beziehungen, sondern an Bodenschätzen unter dem Dorf der Na’Vi interessiert. Was als Informationensammeln beginnt, wird zu Jakes Reise zu sich selbst. Er verliebt sich nicht nur in die Möglichkeit, wieder laufen zu können, sondern auch in Pandoras magische Welt, die verbundene Lebensweise der Na’Vi – und in die Häuptlingstochter Neytiri.

veröffentlicht am 17.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:41 Uhr

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Autor:

Niklas Thoma
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Multitalent Cameron lässt allen viel Zeit: seiner Geschichte und seinen Figuren, um sich vielschichtig zu entfalten, und dem Publikum, sich an den atemberaubenden Landschaften Pandoras, wie den schwebenden Bergen, sattzusehen. Dann schlägt der geübte Blockbuster-Regisseur mit emotionaler und visueller Wucht in der Schlacht um das Land zu und schreckt auch vor grausigen Bildern nicht zurück.

Cameron tat ein Gutes dran, mit seinem Projekt, das er ursprünglich schon vor zehn Jahren umsetzen wollte, zu warten. Denn statt damals mit Effekte-Monopolist ILM ein seelenloses Spektakel, wie die zweite „Star Wars“-Trilogie auf die Leinwand zu klatschen, legte er Jahre später seinen Wunschfilm in die liebevollen und fähigen Hände von Richard Taylor und dessen Team beim neuseeländischen Weta. Was die kreativen Magier mit „Der Herr der Ringe“ und „King Kong“ so fulminant und revolutionär begonnen haben, wird in „Avatar“ phantasievoll perfektioniert.

Die 3-D-Technik, in der „Avatar“ gedreht wurde, lässt Pandoras Welt natürlich an machen Stellen zudem sehr plastisch wirken. Doch der Gewinn gilt nur für einige Szenen. Denn die Technik ist noch nicht ausgereift genug, um zum Abtauchen in die fremde Welt zu verhelfen. Im Gegenteil: Der technische Schnickschnack lenkt oftmals von der Geschichte ab. Auch sorgen besonders in den Waldszenen die unscharfen Gegenstände im Vordergrund für Kopfschmerzen, weil man ständig das Gefühl hat, einen Knick in der Pupille zu haben.

Nach anfänglichem Staunen über die Animation vergisst man bisweilen, dass die Na’Vi am Computer entstanden sind, und die Schauspieler scheinen kraftvoll durch die CGI-Maske hindurch. Das Warten auf die Schlacht zwischen arroganter Habgier und naturverbundenem Einklang vor bombastischer Kulisse hat sich jedenfalls gelohnt.

„Avatar“ läuft im Maxx-Kino Hameln auch in 3 D-Technik (siehe Bericht Seite 10): täglich um 16.15 und 19.30 Uhr, heute und morgen auch um 23 Uhr.



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