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Das Frank-Muschalle-Trio im Lalu

Begeisterte „Hurra“-Rufe beim Swing-Abend

Hameln. Ein musikalischer Abend voller Klassiker und Schnulzen. Ja. Doch Stücke aus der Kiste der schalen Rührseligkeit waren sie trotzdem nicht, die Soul-, Swing-, Blues- und Boogie-Nummern, die Frank Muschalle (Klavier), Dirk Engelmeyer (Schlagzeug, Gesang) und Matthias Klüter (Kontrabass) am Freitagabend in der Lalu-Traumfabrik zu Gehör brachten. Sowohl bei altbekannten Evergreens, etwa dem balladesken „Just for you“ und dem flotten „Swinging the Boogie-Woogie“ von Pete Johnson, als auch bei den weniger geläufigen Jazzmelodien und eigenen Kompositionen erwies sich das Improvisationsgeschick des Trios durchweg als tonangebend – sehr zur Freude der Jazz-Fans.

veröffentlicht am 30.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:41 Uhr

Dirk Engelmeyer, Matthias Klüter und Frank Muschalle. Foto: amg

Autor:

Alda Maria Grüter
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Fein aufeinander abgestimmtes Spiel

Variationsreich ging es durch die 20er, 30er und 40er Jahre, und dabei packten die Boogie-Woogie-Experten das Publikum im Lalu nicht nur durch ein harmonisches, fein aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von Instrumenten und Gesang. Hörenswerte Schäkereien mit Tasten, Saiten und Sticks trieben die Musiker aus dem Westfälischen, die längst europäische Konzertsäle erobert haben. Überaus unterhaltsam auch die Kommunikation aus dem Stegreif: Sich selbst und das Publikum nahmen die drei spielenden und singenden Entertainer immer wieder herzlich gern auf den Arm.

Zaghaft mit den Füßen getippt

Kein Wunder, dass sie mit ihrem Witz und Charme locker die Sympathie des Publikums gewannen. Das ließ sich immer wieder zu begeisterten „Hurra“-Rufen hinreißen. So gut wie gänzlich wirkungslos blieben leider die Hinweise – mal durch die Blume, mal ganz unverhohlen ausgesprochen – dass es sich um Tanzmusik handele, die da erklang. Ob Pete Johnson, Sir Charles Thompson, Albert Amons oder Cecil Gant – offensichtlich springen andernorts die Leute auf, wenn Muschalle & Co. alte Jazz-Meister quicklebendig interpretieren. Bei ihrem Gastspiel in Hameln hingegen – dem bereits zweiten in der Rattenfängerstadt – ließen sich gerade mal zwei Pärchen auf rhythmische Körperbewegung im Stehen ein. Auf ihren Stühlen sitzend tippten die Leute zaghaft mit den Füßen, schnippten die Finger im Takt des lupenreinen Swings.

Schmackes und Schwung lag ihnen weniger in den Beinen, dafür umso mehr in den Händen: Applaus für die erstklassigen musikalischen Darbietungen gab es während des zweieinhalbstündigen Konzerts in Hülle und Fülle. Am Ende gab es fünf Zugaben – und die letzte: energiegeladener Boogie-Woogie.



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