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„Das Endziel ist der Bau“, sagte Walter Gropius und stärkte das Kunsthandwerk

Bauhaus – was ist das eigentlich?

Was der Architekt Walter Gropius 1919 in Weimar gründete, war revolutionär: Das Staatliche Bauhaus lehnte die strengen Lehrpläne der Kunstakademien ab, strebte die ganzheitliche Bildung der Studenten an – so gab es abends Gymnastikkurse auf dem Flachdach, beim Aktzeichnen hörte man Musik und es wurden nicht nur männliche, sondern auch weibliche Schüler unterrichtet. „Aufgenommen wird jede unbescholtene Person ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht, deren Vorbildung vom Meisterrat des Bauhauses als ausreichend erachtet wird […]“, heißt es im Manifest der avantgardistischen Bildungsstätte, die als einflussreichste Gestaltungshochschule des 20. Jahrhunderts gilt. Seinen Studenten bietet das Bauhaus unzählige Werkstätten, darunter eine Buchbinderei, Töpferei, Weberei, Tischlerei, Druckerei. Heute noch prägt die Formenvielfalt Kunst, Design und Architektur.

veröffentlicht am 06.07.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 00:21 Uhr

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Autor:

Julia Marre
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Für Gründer Gropius ist es wichtig, dass die Kunst zu ihren Wurzeln, zum Handwerk, zurückkehrt. Lehrer der Studenten sind Lyonel Feininger, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky, Johannes Itten und Lásló Moholy-Nagy.

Als die thüringische Regierung 1925 den Etat für das Bauhaus kürzt, wird die innovative Akademie aufgelöst – und zieht nach Dessau um. Hier öffnet 1926 das von Walter Gropius entworfene Bauhausgebäude mit einem verglasten Werkstattflügel seine Türen, ehe der Architekt 1928 die Führung abgibt. Sein Nachfolger Hannes Meyer proklamiert „Volksbedarf statt Luxusbedarf“; 1930 wird Ludwig Mies van der Rohe neuer Direktor. Nachdem 1931 die Nationalsozialisten die Dessauer Wahlen gewonnen haben, zieht das Bauhaus nach Berlin. Doch auch hier wird es zur Zielscheibe der Nazis – 1933 lösen die Lehrkräfte das Bauhaus auf.

Stemmte sich mit dem Bauhaus dem „akademischen Drill“ entgegen: Bauhaus-Gründer Walter Gropius.

Foto: Bauhaus-Archiv Berlin



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