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Das zweistündige Eröffnungskonzert der Musikwochen

Barockambiente mit Pauken und Trompeten

Bad Pyrmont. Die 21. Musikwochen Weserbergland wurden nun in der Stadtkirche Bad Pyrmont eröffnet. Ein Konzert mit Solokantaten des Barock stimmte festlich in die Reihe ein. Der Leipziger Bariton Gotthold Schwarz, das Trompeten-Consort Bernd Dormann, Tomohiro Sugimura (Barocktrompeten) und Fritjof Koch (Barockpauken), und die Barocksolisten der Musikwochen mit Annika Schmidt und Regine Freitag (Barock-Violinen), Daniela Wartenberg (Barock-Violoncello), Barbara Messmer (Violine) und Hans Christoph Becker-Foss (Orgel und Gesamtleitung) verbreiteten das beliebte instrumentale Barockambiente mit Pauken und Trompeten. Nur, wenn es mit der Zugabe neun Kantaten für Solobass und dazu noch zwei mehrsätzige Instrumentalstücke sind, verblassen der Glanz und die Strahlkraft der Musik schnell. Monotonie schleicht sich ein, auch wenn die Besetzungen wechselten.

veröffentlicht am 04.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:21 Uhr

Autor:

Winfried Kühne
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Gotthold Schwarz ist ein begnadeter Sänger, präsent auf den Punkt, der in diesem kleinen Ensemble verantwortlich führte und die Impulse gab! Die Geschmeidigkeit und Natürlichkeit seiner Stimme ist prädestiniert sowohl für die strenger am Text orientierten Kompositionen eines Johann Krieger, Johann Friedrich Fasch, Nicolaus Bruhns und Johann Sebastian Bach (typisch deutsche Kirchenkantaten) wie auch für die ganz auf das Sängerische abzielenden vokalen Kabinettstücke italienischen Gepräges eines Allessandro Stradella, Jan Dismas Zelenka, Rupert Ignaz Mayr und Georg Philipp Telemann. Auch hier schwindet die Aufmerksamkeit des Hörers bei einem Programm von fast zwei Stunden. Ein Kommentar aus dem Publikum lautete: „schön, aber einfach zu lang.“ Und so bestimmten viele Zuhörer das Ende des Konzerts auf ihre Weise. Unverständlich bleibt, warum ein Bariton dieser Qualität, dieser Erfahrung und Ausstrahlung sich für die Marienkantate „Regina coeli laetare“ entscheidet, die die Grenzen seiner Stimme in der Tiefe derart aufzeigt.

Ein spezielles Programm

Dem Bassisten solistisch ebenbürtig war neben dem sicheren klangschönen Continuo die Geigerin Annika Schmidt. Zu einem Juwel wurde Nicolaus Bruhns’ Kantate „Mein Herz ist bereit“, ihr Solopart war eine einzige Liebeserklärung an die Barockgeige, ein harmonisches Zusammenspiel von Farbe, Ton und Technik! Natürlich zogen es die Menschen bei so einem speziellen Eröffnungsprogramm mit Betonung auf barocke Kirchenmusik vor, bei herrlichem Wetter lieber zur Landpartie in den nahen Kurpark zu gehen. Dort fand man sich in seinem Lebensgefühl von heute mehr bestätigt.



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