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Ensemble Antico in der Klosterkirche Kemnade

„Bach und seine Lehrer“

BODENWERDER-KEMNADE. Die Klosterkirche St. Marien in Bodenwerder-Kemnade ist immer ein stimmungsvoller Schauplatz für Konzerte. Wieder einmal erlebten wir hier das „Ensemble Antico“ mit ausgewählten Werken von Bach. Die rührige Kantorin Christiane Klein gab das Thema vor: „Bach und seine Lehrer“.

veröffentlicht am 13.12.2017 um 17:54 Uhr

Das „Ensemble Antico“ präsentierte ein stimmungsvolles Konzert mit ausgewählten Werken von Bach. Foto: wfx
Holländer1

Autor

Ernst-Wilhelm Holländer Reporter
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Sie selbst präsentierte auf der klanglich leistungsfähigen Orgel Choralbearbeitungen von Georg Böhm und Dietrich Buxtehude sowie eine reizvolle Fuge von Johann Adam Reincken. Die Kantorin kennt „ihr“ Instrument, weiß geschickt zu registrieren und mit den virtuosen Ansprüchen werkdienend umzugehen.

Im Mittelpunkt des Abends standen vier Konzerte des großen Bach, teilweise in gültigen Bearbeitungen von Wilfried Fischer. Im „Ensemble Antico“ musizierten die aus Hameln stammende Leiterin Annika Yildiz als Solo-Violinistin und der Oboist Simon Böckenhoff. Und ein hier wohlbekannter Musiker ist auch nach seiner Pensionierung noch immer voll im Einsatz: Hans Christoph Becker-Foss am Cembalo war „Primus inter pares“, hielt aber die Fäden sicher in der Hand, hatte zuvor das Instrument durchgestimmt und gab während der Spiels, kaum merklich, die Einsätze.

Annika Yildiz war Solistin in den bekanntesten Werken: mit hervorragendem technischen Rüstzeug und echtem Gestaltungsvermögen gab sie den beiden Violinkonzerten in a-moll, BWV 1041, und in E-Dur, BWV 1042, Glanz und Spannung in den Ecksätzen, in den langsamen Sätzen innigen Wohlklang. Dass es durch die Wetterbedingungen Probleme mit der wichtigen E-Saite gab, die sich sehr bald lösen ließen, sei nur positiv vermerkt.

Sehr eindrucksvoll spielte der junge Simon Böckenhoff das Konzert für Oboe d’amore in A-Dur, BWV 1055 mit perlenden Koloraturen und besonders mit wunderschöner schwebender Sanglichkeit im Larghetto.

Beide Künstler musizierten am Schluss wahrhaft prägend das Konzert in c-moll, BWV 1060, für Oboe, Violine und Streicher, eine Rekonstruktion des bekannten Konzerts für zwei Cembali. Dies wurde zu einem Höhepunkt.

Die Streicher des Ensembles hatten es nicht leicht mit dem Stimmen, boten dann im gemeinsamen Musizieren nicht nur Begleitung, sondern echte Partnerschaft mit vielen durchaus herauszuhörenden Soli.

Dass Konzerte dieser Art in Bodenwerder Tradition haben, bewiesen die zahlreichen Hörer, die echten Anteil nahmen.



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