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Aus Wolken Dinge fantasieren

Hameln. Die vorgefundene Natur zu ergänzen ist die Grundidee nach der die Keramikerin Anne Huster ihre Objekte ausstattet. Zwei der eigenwilligen Figuren der Künstlerin bestehen aus norwegischem Granit, den sie um Papageikopfe ergänzt. "Der Stein muss mich an etwas erinnern" sagt Anne Huster, die in Münster Design studiert hat und jetzt in der Galerie Faita ausstellt. Zusammen mit der Brasilianerin Hozana Gomes da Costa mit mathematisch strengen Formen und Nona Otarashvili, die sich ganz dem Kubus verschrieben hat.

veröffentlicht am 16.06.2013 um 13:47 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:21 Uhr

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Hameln. Ein blassbrauner, archaisch wirkender Barsch schwimmt durchs Schaufenster der Galerie Faita in der Alten Marktstraße. Beim näheren Hinschauen erkennt der Betrachter, dass Kopf und Schwanz aus Keramik gefertigt, der Fischlaib aber ein unbearbeiteten Naturstein ist.
 Die vorgefundene Natur zu ergänzen, das ist die Grundidee der Objekte der Keramikkünstlerin Anne Huster. „Der Stein sagt mir, was er werden will, oder ich sage ihm, was er werden soll“, so die Künstlerin. Statt das Objekt der Begierde aus dem Naturstoff zu befreien, rührt Huster die Form des Ausgangsmaterials nicht an. „Von ihren Reisen bringt sie Steine mit, die dann zu Fischen, Vögeln und anderen Tieren werden“, erklärt Galeristin Margret Faita. Aus norwegischem Granit etwa entstehen dann zwei tropische Papageien, deren aus Steinzeug gefertigte Köpfe das Ausgangsmaterial ergänzen. „Der Stein muss mich an etwas erinnern. Das ist ein bisschen so wie das Kinderspiel aus Wolken Dinge zu fantasieren“, sagt Huster, die in Münster Design studiert hat.
 Der mathematisch strengen, ästhetisch absolut perfekten Form hat sich die Brasilianerin Hozana Gomes da Costa verschrieben. Ihre Gefäße sind auf den Punkt gebrachte Form, stellt Prof Dr. Helge Barthelt fest. „Sie hat ihre Arbeiten als perfekte Ästhetik der Wölbung inszeniert.“
 In der Tat übt die mathematische Perfektion der Gefäßformen aus gefärbtem Porzellan einen hohen Reiz auf den Betrachter aus. Hozana Gomes da Costa hat Industrie-Design und Architektur in Brasilien und Saarbrücken sowie Gefäßkeramik an der freien Kunstakademie in Nürtingen studiert.
 Ganz dem Kubus verschrieben hat sich Nona Otarashvili. Margret Faita: „Sie hebt die Strenge der Fläche durch eine freie Gestaltung der Oberfläche auf. Zufall und Spontaneität spielen dabei eine wichtige Rolle.“ Die Form der Dose bietet Otarashvilis mit jeweils acht zerlegbaren Bildern bemalten Würfel-Objekte zudem die Möglichkeit der kreativen Gestaltung des Innenraums.

u Anne Husters die Natur ergänzenden Tierplastiken, die Porzellan gewordene Mathematik der Hozana Gomes da Costa und das fantasiereiche Würfelspiel der Nona Otarashvili sind bis zum 24. August in der Galerie Faita, Alte Marktstraße 45, zu sehen. Geöffnet jeweils montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr; sowie am Samstag von 10 bis 16 Uhr.



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