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„Mord ist mein Geschäft, Liebling“

Augenzwinkern und ein bisschen Napoli-Charme

Das Konzept für „Mord ist mein Geschäft, Liebling“ war eigentlich so nett. Wollte Regisseur Sebastian Niemann mit der ironischen Romanze doch die Screwball-Krimi-Komödien der 60er-Jahre mit ein bisschen Napoli-Charme wiederbeleben und mit ein bisschen modernem Augenzwinkern aufpeppen. Doch der Plan geht nur bedingt auf, zumal die Geschichte im Hier, soll heißen Berlin, und Jetzt spielt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 10:41 Uhr

Autor:

Katharina Peter
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Toni ist Auftragskiller. Seine Romanzen werden meist im Keim erstickt, weil er bei der Berufsfrage beim ersten Date immer gleich viel Wert auf Ehrlichkeit legt und damit jede Frau in die Flucht schlägt.

Nachdem er den Auftrag erfüllt hat, den Mafia-Schriftsteller Enrico Puzzo ins Jenseits zu befördern, muss er sich allerdings spontan selbst als der Literat ausgeben. Denn: Die Verlagslektorin Julia, die Puzzo um die ersten Seiten seines neuen Manuskripts bittet, und Toni für eben jenen Schriftsteller hält, ist einfach zu niedlich.

Das Chaos

ist perfekt

Und schon hat Toni alle anderen Auftragskiller der Branche am Hals und muss gleichzeitig mit den Wirren seiner alles andere als ganz glatt verlaufenden neuen Romanze fertig werden. Das Chaos ist perfekt. Zumal Julia verlobt ist.

Komödianten-Genie Rick Kavanian steigt erstmals mit der Rolle des Toni vom Beifahrersitz um hinters Lenkrad und beweist, dass er nicht nur der beste Nebendarsteller ist, den die deutsche Komödienszene derzeit zu bieten hat, sondern durchaus einen Film auch tragen kann.

Dennoch lebt der Film vor allem von dem natürlich leicht tollpatschigen Charme von Nora Tschirner, die von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert. So nett „Mord ist mein Geschäft, Liebling“ auch ist – die meisten Gags kommen etwas flach daher bis Miss Tschirner auf der Bildfläche erscheint.

Running Gag

ChristianTramitz

Einzige Ausnahme: Running Gag Christian Tramitz. Der Killer-Kollege aus München wird zu allen passend und unpassenden Gelegenheiten von seinem Schatzerl angerufen per Erdinger-Erkennungsmelodie und schmiedet mit ihr Pläne für den nächsten Kinobesuch.

Als kleines, leider etwas verpuffendes I-Tüpfelchen hüpft Bud Spencer als Tonis väterlicher Freund Bud Spencer immer wieder durchs Bild und gibt sich Filmlegende Franco Nero als der wahre Enrico Puzzo in den ersten Minuten die Ehre.

„Mord ist mein Geschäft, Liebling“ ist im Maxx-Kino am Hamelner Bahnhofsplatz zu sehen: täglich 15, 17.30 und 20.15 Uhr, am Freitag und Samstag auch um 22.45 Uhr.



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