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Neues von der Künstlerin Kristina Henze aus Barsinghausen ist derzeit im „ka:punkt“ Hannover ausgestellt

Auf der Suche nach dem Zustand der „gefrorenen Zeit“

Hannover. Sie setzt Valeurs, legt Farbschichten über- oder nebeneinander, lässt sie auf der Leinwand gegeneinanderstoßen; manchmal kommt es dabei zu Reliefs, die Adern gleich zusätzliche Raumtiefe erzeugen, die heile Bildhaut infrage stellen. Und hin und wieder versuchen lasierende Pigmente zwischen den Massen zu vermitteln. Kristina Henze sucht nicht den Augenblick in ihrem Werk, sie will den anhaltenden Zustand, die „gefrorene Zeit“. So entstehen Bilder der Stille, die ein Geheimnis unter dem Farbmantel tragen, das sie nicht preisgeben wollen.

veröffentlicht am 17.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 07:21 Uhr

Bild unter ku1404 Kristina Henze: „Grüne Welt“.

Autor:

Klaus Zimmer
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Vor diesen Arbeiten ist nicht die Suche nach Novitäten angesagt, sondern die Intensität des Ausdrucks. Es ist eine Bildersprache, die Empfindungen freilegt, narrative Elemente meidet. Und so ergeben sich beim Zusammenklingen der verschiedenen Phänomene neue Antworten für die Künstlerin auf Fragen, die sie immer mit sich herumträgt. Geht es ihr doch nicht um eine Übertragung der Wirklichkeit auf die Leinwand. Schließlich, so meint sie, wer könnte schon behaupten, dass es eine gesicherte Wirklichkeit gibt?

Farb- und bildgesättigt, wie wir sind, bedeuten diese Bilder von Kristina Henze eine neue Erfahrung. Sie setzen uns nichts Fertiges vor, sondern animieren den Betrachter einzutauchen in dieses stille Farbgeschehen, das vergessen macht, dass es imaginäre Räume sind, die nichts abbilden, nichts illustrieren, erzählen wollen. Es sind Gegenbilder zur Wirklichkeit.

Etwa zwanzig Bilder sind zu sehen. Große Leinwände, deren Farbklänge den Dialog suchen oder Arbeiten wie „Weite Räume“, die sich mit sparsamer, flächiger Farbanlage, bei „Weit von hier“ mit feinen Reliefauflagen in der Kunst des Weglassens üben. Die kleinformatigen Landschaften, sicher Experimente, mit dem Titel „Ort des Glücks“ dagegen, wirken etwas alleingelassen neben den anderen wirklich souverän komponierten Bildern, Leinwände, die immer wieder eine meisterhafte Beherrschung der Fläche betätigen.

Kristina Henze, deren neue Werke im „ka:punkt“, Grupenstraße 8, vorgestellt werden, lebt in Barsinghausen und ist heute, nach ihrem kunstpädagogischen Studium, in der Lehrerfortbildung tätig.

Zu sehen bis 29. April, Montag bis Freitag von 10 bis 18, Samstag von 10 bis 14 Uhr.



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