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Unterhaltsam-fachkundige Konzerteinführung

„Auch eine Ente kann hören“

Hameln (are). „Um Musik zu hören, muss man seine Ohren öffnen und auf Musik warten“, sagte Igor Strawinsky einst. „Zuhören ist Anstrengung; bloßes Hören keine Leistung – auch eine Ente kann hören“, zitierte Karla Langehein den Komponisten am Sonntagvormittag in ihrer Einführung ins 5. Hamelner Konzert vor interessierten Zuhörern, deren Gehör nun geschärft sein mag für die Konzertsuite „Der Feuervogel“ des Komponisten. Ob der 1971 verstorbene Russe jedoch die Aufführung seines Werkes durch Alexander Joel und das Staatsorchester Braunschweig gemocht hätte, lässt sich beinahe schon vorab verneinen: „Strawinsky war nie mit irgendeinem Dirigenten zufrieden“, erklärte Karla Langehein.

veröffentlicht am 27.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:41 Uhr

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Sein „Feuervogel“ ist ein Handlungsballett; 1909 im Auftrag von Nikolai Rimsky-Korsakov komponierte Strawinsky das Werk, das ihm den internationalen Durchbruch verschaffte. Dass man sich nach dem Rondo nicht zu erschrecken braucht, erfuhren die Zuhörer anhand eines nur viersekündigen Musikbeispiels. Was hat es mit dem russischen Märchen auf sich? Warum sträubte sich der Komponist so gegen die Bezeichnung als Revolutionär? Und was haben seine Kompositionen mit dem ¼uvre Picassos gemeinsam? All das und noch viel mehr wurde fachkundig und unterhaltsam erläutert, gespickt mit Zitaten, die Jürgen Schoormann las.

Der musikalische Impressionismus

Auch das Wesen des musikalischen Impressionismus’ definierte die Musikkennerin, deren Hörbeispiele den „schwebenden Eindruck“ in Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un Faune“ bestens vermittelten: „Es fehlt der Fußboden, der Grundton“, so Langehein, die neben den Werken Debussys und Strawinskys über zwei bekannte Geigenstücke informierte: Camille Saint-Saens „Introduction et Rondo Capriccioso“ und Pablo de Sarasates „Zigeunerweisen“.

Das Hamelner Konzert mit dem Staatsorchester Braunschweig unter dem Dirigat von Alexander Joel beginnt heute um 20 Uhr im Theater Hameln.



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