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Tony Scotts Film „Unstoppable – Außer Kontrolle“ mit Denzel Washington

Atemberaubende Action zum Mitfiebern

Der neue Film von Tony Scott („Top Gun“) erzählt die Geschichte des Zugführers Frank Barnes (Denzel Washington), dem trotz 28-jähriger Berufserfahrung gekündigt wurde. In drei Wochen gibt er seinen Abschied. An diesem Oktobermorgen wird ihm der neue Kollege Will Colson (Chris Pine) zugeteilt, den er anlernen soll. Kein Wunder, dass er nicht gut auf ihn zu sprechen ist.

veröffentlicht am 12.11.2010 um 13:33 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:41 Uhr

Kann er den Zug stoppen? Frank Barnes (Denzel Washington).

Autor:

Michael Ranze
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In einer Parallelmontage sieht der Zuschauer, wie durch die Fahrlässigkeit eines Rangierarbeiters ein langer Güterzug, mit hochgiftigen Chemikalien beladen, führerlos ins Rollen gerät. Er wird immer schneller, passiert rasant mehrere Städte. Die Rangiermeisterin Connie Hooper (Rosario Dawson) verfolgt im Kontrollraum den Weg des Geisterzuges. Colson und Barnes hingegen fahren dem Zug zufällig auf derselben Strecke entgegen. Nur knapp können sie auf ein viel zu kurzes Nebengleis ausweichen. Und dann machen sie einfach kehrt, dem Geisterzug hinterher.

Von nun an lässt Scott nicht mehr locker. Ungemein spannend, schnörkellos und geradlinig strebt sein Film auf den Höhepunkt zu. Dabei weiß der Zuschauer immer so viel wie die Beteiligten: Wo sind die Züge, wie schnell fahren sie aufeinander zu, wo sind die gefährlichsten Stellen, wo leben viele Menschen? Darüber hinaus hat Scott seine Figuren, Barnes und Colson vor allem, mit einigen Charaktereigenschaften und privaten Problemen unterfüttert – gerade genug, um den Zuschauer mitfiebern zu lassen. Einmal mehr erweist sich der Regisseur als souveräner Beherrscher der inszenatorischen Mittel. Einige Action-Szenen wie die vergebliche Rettung per Hubschrauber, die versuchte Entgleisung des Zuges oder der Beinahezusammenstoß mit Colsons Lok sind atemberaubend. Scott hat auf jene Manierismen (wacklige Kamera, ausgewaschene, grobkörnige Bilder, ruckelnde Zeitlupe.), die er seit „Mann unter Feuer“ und „Domino“ selbstbewusst zur Schau stellte, fast völlig verzichtet. Er konzentriert sich auf das Wesentliche. Dann lässt er seinen Film, dem authentischen Fall gehorchend, mit einer Anti-Klimax enden, die man ihm gar nicht zugetraut hätte.

„Unstoppable“ ist ab sofort im Maxx-Kino Hameln zu sehen: täglich um 17 und 20 Uhr, heute auch um 22.15 Uhr.

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