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Mit ihrer Band rad. gibt die Kalifornierin ein furioses Konzert

Ansteckend: Rose Ann Dimalanta und ihr Jazz-Funk-Virus

Minden. „Get radified!“ heißt der vorletzte Titel der Band rad. um Rose Ann Dimalanta, aber rad-fiziert vom Funk-Jazz-Virus sind die Gäste des gut besuchten Jazzclubs Minden bereits nach den ersten Klängen, spätestens aber bei „East Babe“, diesem Konglomerat aus James-Brown-, George-Clinton- und Sly-Stone-Funk, Steely-Dan-Pop-Jazz, Stevie-Wonder-Keyboards à la „Superstition“, Average-White-Band-Gebläse, souligem Gesang und gefühlten drei Dutzend Breaks. Trotz all der aufgezogenen Schubladen: Die Keyboarderin Dimalanta hat ihren Stil bereits Anfang der Neunziger Jahre gefunden und stetig verfeinert. Ihre famose Band, deren Mitglieder – wie sie selbst – bereits mit Prince, aber auch mit Steve Winwood, Santana, Sting und John McLaughlin zusammengespielt haben, sorgt für einen messerscharfen Sound und begleitet zarte Soulballaden („No one“ vom kommenden Album) so einfühlsam wie sie „Trippin’“ ihren treibenden Groove verpasst oder Latin-Rhythmen injiziert, die Tito Puentes Klassiker „Oye Como Va“ beleihen.

veröffentlicht am 30.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:41 Uhr

Radikal cool: Rose Ann Dimalanta. Foto: jed

Autor:

Martin Jedicke
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An Ray Charles’ „Rhythm and Blues“ erinnert

„Gotta Be“ schließlich singt Dimalanta solo, improvisiert über einem Publikumschor und erinnert an Ray Charles’ Rhythm and Blues. Sicher, Funk bildet das Zentrum der rad.-Musik, aber Eric Leeds (Saxofon), Greg Boyer (Posaune), Mike Mc Evory (Gitarre), Kai Eckhardt (Bass) und Billy Johnson (Drums) haben auch ihre Jazz-Rock-Lektion gelernt. Ein ganz besonderes Erlebnis jedoch ist die temperamentvolle Dimalanta an den Keyboards, denen sie unzählige Sounds entlockt. Da erklingen ein Piano, die gute alte Hammondorgel oder eine Mundharmonika. „Rad moves“ sind die außergewöhnlichen Kunststücke der Surfer und Skater. Andererseits ist „rad“ eine Kürzung von „radical“ und ein Akronym von Rose Ann Dimalanta, steht für ihre Band und heißt im Amerikanischen so viel wie „cool“. Und das ist der Auftritt der kalifornischen Wahlhamburgerin allemal.



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