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15 Jahre nach dem Tod von Charles M. Schulz kommen „Die Peanuts“ als 3D-Abenteuer auf die Leinwand

Animierte Nostalgie

Die Peanuts sind zurück, und das ist – 15 Jahre nach dem Tod ihres Schöpfers Charles M. Schulz – zunächst eine gute Nachricht. Aus der Flächigkeit der früheren Zeichentrickfilme ist nun 3D geworden, etwas zurückhaltend, damit es nicht zu sehr auffällt. Im Mittelpunkt steht natürlich Charlie Brown, dieser traurige Verlierer, dem aber auch gar nichts gelingen will. Diesmal ist Charlie bis über beide Ohren verknallt – in eine neue Mitschülerin, die alle nur „das kleine rothaarige Mädchen“ nennen. Allerdings ist der Bub viel zu schüchtern und tollpatschig, um seinem Schwarm anständig den Hof zu machen. Und so tappt er von einem Fettnäpfchen ins nächste.

veröffentlicht am 24.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:42 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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Gottseidank ist da noch der Rest der Bande: Linus, Lucy, Peppermint Patty, Marcy und natürlich Charlies treuer Hund Snoopy, der seine ganz eigenen Abenteuer erlebt. In eingeflochtenen Episoden träumt er davon, seinem Erzfeind, dem Roten Baron, der im Ersten Weltkrieg mit seiner Fokker die feindlichen Flugzeuge gleich reihenweise vom Himmel holte, eins auszuwischen und so Pudeldame Fifi zu retten. Und zu beeindrucken. So kommt es zwischen Schulhof und Eislaufbahn, zwischen Baseballfeld und Straßenkante zu großen und kleinen Begebenheiten, die vielleicht sogar ein Happy End bereithalten.

Ja – die Peanuts sind Kult, seit 50 Jahren schon. Doch so richtig aufregend sind ihre neuen Abenteuer nicht. Alles sehr nett, alles sehr harmlos, alles sehr bekannt. Für Kinder ist das Geplänkel um Liebe oder Weltkriegs-Fliegerhelden doch zu abwegig und zu sehr dem Weltschmerz verhaftet. Und die wahren Peanuts-Fans werden feststellen, dass sie die Gags schon mal kürzer, prägnanter, lakonischer und witziger gesehen haben.

Die dritte Dimension ist nur bedingt sinnvoll, zumal einige Animationen betont flächig bleiben, zum Beispiel Snoopys Gesicht, bei dem Nasenspitze, Augenstriche und Mundwinkel wie gewohnt auf einer Ebene angeordnet sind. Immerhin: Snoopys Kumpel Woodstock, die Grasmücke, schwirrt ansehnlich durch die Luft. So verbreitet sich trotz modernster und teurer Technik so etwas wie ein Hauch von Nostalgie. Und das ist bei aller Mäkelei dann doch ein kleiner Trost.

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  • Charlie Brown ist bis über beide Ohren verknallt in eine neue Mitschülerin, die alle nur „das kleine rothaarige Mädchen“ nennen – aber viel zu schüchtern und tollpatschig, um ihr den Hof zu machen. Snoopy erlebt seine ganz eigenen Abenteuer. 20th Century Fox

„Die Peanuts – Der Film“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich bis auf Heiligabend um 14.40 Uhr, Sa. bis Mi. auch um 12 Uhr und an Heiligabend um 13.50 Uhr. In der 3D-Version läuft der Film täglich bis auf Heiligabend um 16.50 und 19 Uhr, an Heiligabend um 11.30 Uhr.



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