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Matinee zu Shakespeares „Der Kaufmann im Venedig“: Was können Theater und Kirche voneinander lernen?

Angeregt im Gespräch über Gott und die Bühnenwelt

Hameln (are). Beide müssen sich mit Traditionen auseinandersetzen. Beide verfolgen eine Art prophetischen Auftrag. Beide schöpfen ihre Kraft aus der Hoffnung, die sie den Menschen mitgeben. So weit, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, sind Kirche und Theater nicht voneinander entfernt – das ist die Grundannahme der sonntäglichen Matinee im Theater. Unter dem Titel „Eine herzlose Gesellschaft“ diskutierten der Schauspieler Peter Lüchinger von der Bremer Shakespeare Company und Hans Werner Dannowski, Superintendent i.R., mit der Pastorin Annette Lehmann über die Ansätze der Inszenierung des „Kaufmanns von Venedig“, über die Problematik, das Thema Antisemitismus auf der Bühne darzustellen, und über das derzeitige Annähern von Kirche und Theater.

veröffentlicht am 18.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

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Was die beiden Institutionen voneinander lernen können? „Wir sollten uns aufmerksamer um die Inszenierung unserer Räume kümmern“, sagte Dannowski. Vieles laufe bei der Kirche „so lieblos ab; wir gehen zu unbedacht mit dem Instrument Gottesdienst um“. Peter Lüchinger betonte, dass auch das Theater seinen „Glauben nicht verlieren darf, dann haben wir nur noch die flache Welt des Fernsehens – und die bringt uns nicht weiter“.

„Der Kaufmann von Venedig“ wird heute um 20 Uhr von der Bremer Shakespeare Company im Theater Hameln aufgeführt.

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