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Darum lohnt sich auch in diesem Frühjahr wieder der Besuch der ostwestfälischen Galerien und Museen

Andy Warhol in Bielefeld und Cindy Sherman in Herford

Bielefeld/Herford. Wenn Galerien ihre Jahresprogramme vorlegen, schleudern sie oftmals schon im Vorjahr mit großen Namen der internationalen Kunstszene um sich. Oder sie korrigieren, wenn die Pressemitteilung bereits bei den interessierten Medien angespült wurde, ihre Planung und schalten erneut einen Gang zurück: auf Kurzschleudern. So ist es im Fall des Marta Herford, jenes im so imposanten Frank Gehry-Gebäude in der ostwestfälischen Stadt untergebrachten Museums. Dort nämlich, so war es noch im Dezember zu lesen, soll Cindy Sherman die große Frühjahrsschau gewidmet werden. Unter anderem. Denn: „Wir sind derzeit dabei, unser Programm zu erweitern“, sagt Marta-Pressesprecherin Karin Barth. Konzentrieren soll sich die Ausstellung weiterhin auf die US-Künstlerin, die sich in ihren Fotoserien immer wieder selbst in Szene setzt. Doch der Rahmen ist ein anderer als vorgesehen: „Wir möchten auf das Thema der Selbstinszenierung zurückgreifen und auch Werke anderer Künstler dazu zeigen“, so Barth. Welche Werkgruppen Cindy Shermans im Marta an der Herforder Goebenstraße gezeigt werden, ist bisher unklar, da die Fotografien aus einer belgischen Privatsammlung stammen. Fest steht allerdings der Termin: Vom 8. März bis zum 8. Mai wird in Herford die Selbstinszenierung in der Kunst aufgegriffen.

veröffentlicht am 07.01.2011 um 14:12 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Julia Marre
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Um ein Künstlerpaar, das sich selbst zum Gegenstand der Kunst machte und mit spektakulären Aktionen Aufsehen erregte, geht es ein paar Straßen weiter. Der Herforder Kunstverein im Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall 2, widmet seine Ausstellung bereits ab dem 23. Januar Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely. 80 seit den 1960er Jahren entstandene Poster aus dem Bestand des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg und aus der Sammlung Claus von der Osten werden in der Ausstellung gezeigt. Dass Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely gemeinsam ihre Werke präsentieren, hatte zu Lebzeiten des Paares Seltenheitswert. Denn beide arbeiteten sehr unterschiedlich: Während die Malerin und Bildhauerin die farbenfrohen „Nanas“ schuf, widmete sich der Schweizer – ebenfalls Maler und Bildhauer – der Konstruktion motorenbetriebener Maschinenplastiken aus Blech oder Draht. Die Ausstellung spannt den Bogen von den plastischen Arbeiten hin zum grafischen Können der Künstler. Sie zeigt eine Auswahl an Ausstellungsplakaten, die Tinguely und de Saint Phalle auf ihre ganz eigene Art gestalteten.

Im 20. Jahrhundert angesiedelt ist auch die Ausstellung, die die Kunsthalle Bielefeld im Frühjahr eröffnet. Ab dem 13. März heißt es an der Artur-Ladebeck-Straße „The 80s Revisited“. Gezeigt wird der zweite Teil der Sammlung Bischofberger bis zum 19. Juni, darunter sind Künstler wie Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat, George Condo, David Salle oder Julian Schnabel. Die erfolgreichsten New Yorker Maler der 1980er Jahre, jene Popstars der Szene, verbinden Straßenkunst und Hochkultur und trafen damit den Nerv nicht nur ihrer Zeit. Es war der Schweizer Galerist Bruno Bischofberger, der Warhol, Basquiat und Clemente 1984 sogar zu „Collaborations“, zu gemeinschaftlich angefertigten Arbeiten, motivierte.

Weitere Informationen liefern die Galerien im Internet: www.marta-herford.de; www.herforder-kunstverein .de und www.kunsthalle- bielefeld.de.

Jean-Michel Basquiat: „Cassius Clay“ ist 1982 als Acrylbild auf Leinwand entstanden. Foto: VG Bild-Kunst


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