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Schaurig-humorvoll: Christiane Hess im TAB

„Alles aus eigener Schlachtung“

Hameln. Rabenschwarz war diesmal der „Blaue Montag“ im TAB. Geschichten über männermeuchelnde Frauen, die skurrile Anregungen zur endgültigen Beendigung zwischenmenschlicher Beziehungen boten, und zusammengetragene Meldungen über außergewöhnliche Fälle unfreiwilligen Ablebens – oder, kurz ausgedrückt, „Mord und Totschlag“ war das Thema, dem sich Christiane Hess in ihrer Lesung im Hamelner Theater ausgiebig widmete.

veröffentlicht am 27.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:21 Uhr

Autor:

Andrea Gerstenberger
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Ganz in Schwarz mit einem roten Schal, ganz passend zum Programm, las sie, wie es so oft auch im richtigen Leben ist, zu Beginn von der großen Liebe zu einem schönen Mann, an dem alles perfekt war, wenn da nicht seine Essmanieren gewesen wären, die zur radikalen Beendigung dieser Beziehung führten. Und so ging es auf der Bühne des Theaters auch weiter. Schon der Titel der Story „Lammkeule“ von Roald Dahl verriet, dass es wieder mit Essen zu tun hatte, dass die englische Polizistengattin Mary auf so bedauerliche Weise Witwe wurde.

Subtil humorvoll nahm die Schauspielerin Christiane Hess die Zuhörer an den Bistrotischen mit auf ihre kleinen Reisen in Raum und Zeit zwischen Leben und Tod.

Und das kam an. Zeitungsinserate wie das eines Metzgers, „Alles aus eigener Schlachtung und Herstellung, selbst das Personal“, „Gibt es ein Leben nach dem Tod? Seminar mit praktischen Teil“ oder „Pferdemetzger mit eigenem Schlachthaus löst Ihr Problem (Besitzer können mitkommen)“, sorgten gekonnt vorgetragen im zweiten Teil für Heiterkeit, wenn auch manchem das Lachen im Hals stecken blieb. Nie geschmacklos und immer wieder im Dialog mit dem Publikum, bescherte Christiane Hess einen unterhaltsamen Abend mit gut erzählten schaurigen Geschichten und realen Zeitungsberichten.



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