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Ein Konzert in Zahlen: Im Regenbogen spielten elf Bands einen Musikmarathon

Allein 26 Mikrofone kamen hier zum Einsatz

Von Lukas Stock

veröffentlicht am 12.04.2010 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 02:21 Uhr

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Hameln. Wer ein Konzert besucht, bekommt meist ein stimmiges Gesamtgebilde: Die Bühnentechnik, die Beleuchtung, die Location, die Outfits der Künstler, ihr Sound – alles passt hundertprozentig zusammen. Doch was für ein Aufwand hinter solch einem Konzert steckt, kann sich wohl kaum einer vorstellen. Ein Kraftakt war auch das am Samstag im Regenbogen in Kooperation mit dem Internet-Fanzine „Lostlandnews“ veranstaltete Konzert mit Marathonprogramm.

Elf Bands, darunter neun aus Hameln und drei aus der Umgebung, traten auf den zwei Bühnen an der Erichstraße auf. Inklusive Aufbau dauerte das Konzert zwölf Stunden. 200 Getränkeflaschen standen backstage für die Bands bereit. Rund 120 Stunden Vorbereitungszeit waren nötig, drei Monate Planungszeit. Im Kultur- und Kommunikationszentrum waren am Samstag 26 Mikrofone im Einsatz, ebenso wie 33 Verstärker, ein Klavier, sieben Monitorboxen – allein rund 300 Meter Kabel wurden verlegt. Mehr als 20 Gitarren hatten die Musiker dabei. Insgesamt wurden über 67 Songs gespielt – davon etwa 60 selbst geschriebene Lieder. Und die Musik erreichte die Obergrenze von 96 Dezibel.

Mit seinem sehr umfangreichen und vielseitigen Programm war der Abend gut ausgefüllt. Aufgeteilt in eine Akustikbühne im Bistro und die Hauptbühne im Saal, war für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Das jedoch anfangs etwas dürftig anwesende Publikum brachte manche Musiker ganz schön ins Schwitzen. Aber das hinderte Bands wie Sushi Blub Fish, AMES oder Yesterday Drive nicht daran, ihr Bühnenprogramm souverän durchzuziehen. Im Laufe des Abends strömten die Besucher doch noch in den Regenbogen. Das Interesse für die Akustikbühne garantierte ein gut besuchtes Bistro. Auch vor der Hauptbühne wurde es voller. So konnten Bands wie Murder By The Way, 5ft High & Rising und Burdocks ihr Publikum mitreißen. Und spätestens als Planet Emily auf der Bühne stand, gab es kein Halten mehr: Mit ihrer jungen, witzig-frechen Art haben die Newcomer einmal mehr gezeigt, dass ihre Songs Ohrwurmgarantie haben und sie auch live überzeugen können. Mit ihrer Single „Atme aus“ ist die Band auf dem Vormarsch. In der nächsten Zeit werden sie viel unterwegs sein, wie Bassist Timo verriet. Für Sängerin Caro, Gitarrist Lennart, Drummerin Daniela und Bassist Timo zählt bei ihren Auftritten nur eins: „Immer 150 Prozent zu geben.“

Geben immer alles auf der Bühne: Planet Emily aus Hannover. Foto: lst

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