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Western und Science-Fiction fusionieren: Daniel Craig und Harrison Ford im Wilden Westen

Aliens und Apachen – geschüttelt und gerührt

Auf die Idee hätte eigentlich auch schon früher mal jemand kommen können. Denn wer sagt denn, dass Außerirdische nur die Gegenwart oder die Zukunft unsicher machen dürfen. Der Titel des neuen Films von Jon Favreau („Iron Man 1 + 2“) umschreibt jedenfalls kurz und knapp, worum’s geht: Dies ist ein Cowboy-Film, in dem nicht nur Apachen, sondern auch Aliens auftauchen. Und wer gerne Western schaut, wird hier manches liebevoll dargebrachte Klischee wiederfinden: Es gibt den ängstlichen Kaufmann mit kleiner Nickelbrille und streng zurückgekämmtem Haar. Es gibt den aufrichtigen Sheriff. Und es gibt den verdorbenen Jungspund, der betrunken alles kurz und klein schießt, aber ansonsten nichts auf der Pfanne hat. Natürlich gibt es auch den einsamen, wortkargen Fremden ohne Vergangenheit – wie ihn Clint Eastwood schon so oft gespielt hat bei Sergio Leone, aber auch unter eigener Regie. Hier ist es Daniel Craig, der gleich in der ersten Szene des Films mitten in der Pampa aufwacht. Er trägt eine riesige metallene Armspange am Handgelenk und ist ohne Erinnerung, wie er hierher geraten ist. Die Bewohner von Absolution, dem nächstgrößeren Kaff, mögen allerdings keine Fremden. Und nun kommt Harrison Ford alias Colonel Dolarhyde, der stinkreiche Viehbaron und heimliche Herrscher der Stadt (noch so ein beliebtes Westernmotiv), ins Spiel. Dolarhyde hat schlechte Laune: Sein Sohn (Paul Dano), der bereits erwähnte Jungspund, wurde wie von Geisterhand in ein fliegendes Ungetüm (gab es den Begriff „Raumschiff“ 1875 schon?) gezogen. Seine Kühe liegen mit mysteriösen Verbrennungen tot auf der Weide. Und plötzlich hängt der Himmel voller Flugobjekte, die nicht nur Bomben abwerfen, sondern auch die Bewohner von Absolution staubsaugerähnlich einsammeln. Jetzt kann nur noch einer helfen: der maulfaule Fremde.

veröffentlicht am 24.08.2011 um 14:54 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 10:41 Uhr

Harrison Ford verkörpert in „Cowboys & Aliens“ den Viehbaron Dolarhyde. James-Bond-Darsteller Daniel Craig ist der N

Autor:

Michael Ranze
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Um Missverständnissen vorzubeugen: Dies ist weder eine Satire noch eine Komödie. Favreau nimmt die Prämisse seines Genre-Mixes durchaus ernst und verzichtet auf Klamauk und Übertreibungen. Dabei verbindet er geschickt die Motive des Westerns mit denen des Science-Fiction-Films. Ein Großteil des Vergnügens beim Zuschauen liegt darin, diese Motive aufzudecken und in einen neuen, ungewöhnlichen Zusammenhang zu stellen. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch viel zu lachen gäbe. Köstlich, wie Harrison Ford in Indiana-Jones-Manier und Daniel Craig à la 007 den Außerirdischen Saures geben. Und beim abschließenden Showdown kommt auch die Action nicht zu kurz.

„Cowboys & Aliens“ ist ab heute auch im Maxx-Kino am Hamelner Bahnhofsplatz zu sehen: täglich um 14.30, 17.15 und 20 Uhr, am Freitag und Samstag auch in der Spätvorstellung um 22.45 Uhr.



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