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Gesichter der Stadt erzählen Geschichte – Ein Projekt zum Mitmachen / Ausstellung in der arche

Aktion „face2face“ will Kunst vom Sockel holen

Hameln. Was ist Kunst? Die Frage ist wahrscheinlich so alt wie die Kunst selbst. „Kunst ist das, was der Betrachter daraus macht“, sagt Pia Wagner, die in den letzten Tagen für das vom Landschaftsverband Hameln-Pyrmont ins Leben gerufene Kunstprojekt „face2face“ in der Hamelner Innenstadt unterwegs war. Leute von der Straße, die Pia gemeinsam mit Andrea Gerstenberger, Kulturbeauftragte der Gemeinde Emmerthal, und Britta Samsen-Huch, Vorsitzende der Galerie arche, in den letzten Tagen dort fotografiert hat, sollen sich eingeladen fühlen, mitzumachen bei „face2face“. Für das Kunstprojekt will sie die Kunst von dem elitären Sockel holen, auf dem manch Bildungsbürger sie gerne hätte.

veröffentlicht am 06.08.2015 um 15:07 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

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Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Die Grundidee ist, Gesichter aus der Region Hameln-Pyrmont mit der Kamera einzufangen und sie in einer Ausstellung eine Geschichte erzählen zu lassen. Eine, die ein authentisches Bild der Stadt und ihrer Bewohner zeichnet. Bevor die Bilder in der arche ausgestellt werden, gibt es allerdings einige interessante Zwischenstationen. Eine Auswahl der digitalen Kamerafotos soll nämlich als bis zu zwei Meter große Schwarzweiß-Drucke auf den Boden des Pferdemarktes zurückkehren. Dort können vom 14. bis zum 16. August alle, die Lust haben, die Porträts künstlerisch verändern und bearbeiten. Farben, Pinsel, Spraydosen und Schablonen und auch ein bisschen Glitzer liegen bereit – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt…

Heißt das etwa, man darf den Gesichtern auch Schnurrbärte malen? „Warum nicht?“ sagt Wagner. Die Grenze werde erst dort gezogen, wo es beleidigend werde.

Wichtig sei, dass die beteiligten Menschen sich als Mittelpunkt der Aktion empfinden. Die Teilnahme stehe eindeutig über dem ästhetischen Anspruch, sagt die Studentin, die derzeit an ihrer Bachelorarbeit im Studienfach Kulturarbeit schreibt. Für die aus Bad Pyrmont stammende Wahlberlinerin ist es das zweite Kulturprojekt in der Heimat.

Ganz ohne ästhetisches Konzept läuft die Aktion dann aber doch nicht: Am Ende sollen alle Fotos und Kunstwerke, die in der Projektphase entstehen, in einer Ausstellung in der Galerie arche gezeigt werden.

Wie das genau aussehen soll, ist noch offen. „Ich komme aus dem Bereich Theaterarbeit, dort wird sehr viel Wert auf den Prozess gelegt“, sagt Wagner. Sie sei deshalb sehr gespannt auf das Ergebnis. Teil der Ausstellung werden außerdem Selfies aus der eigens angelegten Online-Galerie auf www.f2fhm.de sein. Dort kann jeder mitmachen: Entweder Selfies bei Instagram mit dem Hashtag #f2fhm markieren (funktioniert nur mit öffentlichen Profilen) oder Fotos direkt auf der Seite hochladen. „Wir wollen die Gesichter des Landkreises zeigen, also schickt uns Eure schönsten, witzigsten und originellsten Bilder – egal, ob bearbeitet oder nicht, ob alleine oder zusammen!“, fordert Wagner auf.

Die Ausstellungseröffnung ist für Freitag, 21. August, geplant. Beginn ist um 20 Uhr in der arche.



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