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Ackermann übernimmt Kunstsammlungen in Dresden

Abschied vom Rhein

Dresden/Düsseldorf. Vom Rhein an die Elbe: Marion Ackermann, Leiterin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, wird die neue Generaldirektorin der renommierten Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Die international vernetzte Kunsthistorikerin mit Mut zum Experiment übernimmt den Chefposten des Verbundes aus 14 teils weltberühmten Museen und dem Gerhard Richter Archiv am 1. November, wie Kunstministerium und SKD in Dresden sowie die Staatskanzlei in Düsseldorf gestern offiziell mitteilten. Die 51-Jährige folgt auf Hartwig Fischer, der seit Anfang April Direktor des British Museum in London ist. Die Dresdner Kunstsammlungen werden seitdem kommissarisch von Dirk Syndram geleitet.

veröffentlicht am 21.04.2016 um 17:10 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Autor:

Dorothea Hülsmeier
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Ackermann ist seit 2009 künstlerische Direktorin der landeseigenen Kunstsammlung in Düsseldorf. Für den Karrieresprung in den Osten steigt die Expertin für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts vorzeitig aus ihrem eigentlich bis 2023 laufenden Vertrag aus. Die „ungeheure Vielfalt der Kunstsammlungen Dresden“ habe sie bewogen, „wenn auch mit schwerem Herzen, vom Rhein Abschied zu nehmen“, nannte sie einen Grund, das Angebot von der Elbe anzunehmen. Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) sagte, man setze auf die umfangreichen Erfahrungen Ackermanns als Museumschefin und Wissenschaftlerin. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erklärte, mit ihrer Führungsstärke werde Ackermann die SKD weiter in der Weltklasse der Kunstinstitutionen etablieren und neue Akzente setzen. Der kommissarische SKD-Chef Dirk Syndram bezeichnete die Berufung als „eine glückliche Fügung“. Das Team freue sich auf die „ebenso erfahrene wie neugierige und kluge Chefin“.

Am Rhein löste die Berufung auch Wehmut aus. „Es schmerzt uns und auch mich persönlich, dass wir mit Frau Dr. Ackermann eine international hoch geschätzte Kunstexpertin ziehen lassen müssen“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und lobte sie als ein „Aushängeschild des Kunst- und Kulturlandes NRW“. Ackermann hatte in der Kunstsammlung NRW konsequent mehr Künstlerinnen präsentiert, die beiden Haupthäuser für junge und experimentierfreudige Künstler geöffnet und hochkarätige Ausstellungen etwa zu Joseph Beuys verantwortet.



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