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Karla Langehein stellte im Theater die Opern „Cavalleria rusticana“ und „Der Bajazzo“ vor

Aber bittschön auch: „Prima la musica“

Hameln. Sie treten – fast immer – als Doppelpack auf und sind, wie Karla Langehein mit Jürgen Schoormann als Rezitator in ihrer ersten Operneinführung im Theater formulierte: „wie die siamesischen Zwillinge“. Sie passen ideal zusammen, Mascagnis „Cavalleria rusticana“ und Leoncavallos „I Pagliacci“, unser „Der Bajazzo“. Die Inbegriffe der veristischen Oper, einer Abart des Naturalismus.

veröffentlicht am 17.03.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 09:41 Uhr

Erweitert ihre beliebten Konzerteinführungen: Karla Langehein.

Autor:

Richard Peter
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Im „Bajazzo“ ist es der Komödiant Tonio, der die Richtung vorgibt: eine Geschichte wie aus dem wirklichen Leben. Und wirklich: Die Tragödie soll sich tatsächlich so abgespielt haben. Immerhin hat sich Leoncavallo durch die „Cavalleria“ zu seinem „Bajazzo“ animieren lassen. Auch so passen sie zusammen.

Als eine Art Ouvertüre eine ebenso kurze wie kurzweilige Geschichte der Oper – von der verschollenen „Daphne“ von 1497 und Monteverdis 1607 uraufgeführte Oper „Orpheus“ zu „Poppea“, über Gluck und Mozart bis Wagner. Und als Reaktion: der Verismo. Und das Gefühl: Was da auf der Bühne stattfindet, könnte so auch in der Realität stattgefunden haben.

Im „Bajazzo“ vermischen sich reizvoll Realität und Theater. Die Wirklichkeit bricht auf der Bühne ein, das Spiel wird unversehens ernst. „La commedia è finita“. Das Spiel ist aus, heißt es mit zwei Toten auf den Brettern.

Eine spannende und wunderschöne Einführung

Es gäbe so viel zu erzählen über musikalische Motive und wie die Komponisten Wirkungen erzeugen – und einmal werden sie von Karla Langehein auf dem Klavier auch angeschlagen, die Themen „Ridi, Pagliaccio“ und das Liebesduett. Der uralte Streit zwischen „prima la musica“ und dem Theatralischen, dem Wort, wird zum Stolperstein. Warum einen Text rezitieren und nicht verführen lassen von seiner Dramatik, wenn er gesungen – pardon! – so unendlich sinnlicher klingt als gelesen? Es war eine spannende und wie immer bei diesem Duo wunderschöne Einführung. Was fehlte, waren das Besondere, die musikalische Begleitung, das Anekdotische.

Am Freitag, 20. März, um 20 Uhr sind die geschwisterlichen Opernhits mit der Rumänischen Staatsoper Brasow in einer konventionellen Aufführung im Theater Hameln zu erleben.



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