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Ensemble CalMonte und Lauren Welliehausen in CultouR an Gleis 5

Überzeugende Vorstellung

HAMELN. Der Hamburger Professor Christoph Hohlfeldt pflegte seinen Studenten zuzurufen, wenn sie etwas nicht kannten: „Umsonst gelebt!“ Wer am Sonntag in den Räumen von „CultouR an Gleis 5“ das Konzert mit dem Ensemble CalMonte erlebt hat, der kann nur sagen, dass er etwas Großartiges gesehen und gehört hat. Und wer das nicht erlebt hat, dem kann man sagen: „Umsonst gelebt!“

veröffentlicht am 04.06.2018 um 16:20 Uhr

Das Streichquartett CalMonte Lauren mit der Sopranistin Lauren Welliehausen (2. v. li.) überzeugte das Hamelner Publikum. foto: pr

Das Ensemble stellte sich mit dem Amerikanischen Quartett von Antonin Dvorak vor. Das CalMonte Ensemble zeigte sich den musikalischen Ansprüchen gewachsen und musizierte hinreißend. Dankbarer Applaus war den Musikern um Natalja Wiest sicher.

Was dann folgte, hatte keiner der Zuhörer erwartet. Das Streichquartett führte zusammen mit der Sopranistin Lauren Welliehausen das Stück „Hiraeth“ des amerikanischen Komponisten Clint Edwards auf.

Das Stück präsentiert verschiedene Gedichte der amerikanischen Dichterin Phoebe Reeves, die darin verschiedene Eindrücke der Natur durch die Jahreszeiten hindurch aus ihrem Geburtsort Ballston Spa, New York beschreibt. Um es kurz zu machen: Clint Edwards hat eine berückende Musik geschrieben, die von den fünf Musikern mit großer Empathie aufgeführt wurde. Hier findet sich ein Komponist, der es schafft, innerhalb einer modernen Musiksprache einfühlsam mit der Melodie und der Harmonik umzugehen. Das Ergebnis war ein Musikstück, das bei den Zuhörern einen tiefen Eindruck hinterlassen hat.

Das Ensemble CalMonte – bestehend aus Natalja Wiest, I. Violine, Christine Rimkus, II. Violine, Christiane Tiemann, Viola und Wilhelm Lyra, Violoncello – spielt seit längerer Zeit zusammen. Dem Spiel der vier Musiker konnte man anhören, dass sie sich sehr gut aufeinander eingespielt haben und musikalische Gestaltung dem Stück entsprechend wirklich umsetzen können. Dass sie darüber hinaus stilistische Vielfalt beherrschen, zeigten die fünf Jazz-Standards, die sie im zweiten Teil des Konzertes spielten.

Auch hier trat Lauren Welliehausen wieder dazu und riss die Zuhörer in ihrer Interpretation von „Summertime“, „Chattanooga Choo Choo“ und „Bei mir bist du schön“ (Zugabe) mit.red



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