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„Wege durch das Land“ mit Mayer, Yiwu und Hunger-Bühler

Überaus glückliche Besucher

Lügde-Falkenhagen. Die nur 400 Besucher dieses kleinen, feinen und beinahe intimen Konzertes in der Falkenhagener Klosterkirche wissen um die Besonderheit dieses Abends und fühlen sich überaus glücklich. Sie erlebten den Solo-Oboisten der Berliner Philharmoniker Albrecht Mayer, der in diesem Jahr zum dritten Mal mit dem renommierten ECHO-Preis ausgezeichnet wurde, ganz nah.

veröffentlicht am 10.06.2012 um 17:03 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:41 Uhr

Autor:

Claudia Guenther
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Die „Wege durch das Land“ 2012 führen sehr unterschiedliche Menschen in Ostwestfalen-Lippe zusammen. Anspruchsvolle Veranstaltungen mit prominenten Künstlern und erstklassigen Musikern an oft abgelegenen, eindrucksvollen Schauplätzen machen auch dieses 13. Literatur- und Musikfest aus.

Der sympathische 47-jährige Franke Mayer gilt als einer der renommiertesten Musiker. Er entlockt seiner Oboe mittels Zirkularatmung zauberhafte Töne, die man diesem Instrument gar nicht zutrauen würde und verschmilzt mit ihr zu einer Ganzheit. Dass sich seine Gesichtsfarbe während des Konzerts von zartrosa zu dunkellila verfärbt, darüber sollten sich die Besucher jedoch nicht beunruhigen, erklärt der Musiker seinen aufmerksamen Gästen schmunzelnd. Dann spielt er auf seiner Oboe d’amour, gemeinsam mit den fünf Streichern und einem Cembalo eine der berühmtesten Arien Händels.

Mit einem „Requiem für die toten Freunde“ zu den meditativen Tönen einer Klangschale bringt der chinesische Dichter und Schriftsteller Liao Yiwu das Publikum zu einem besinnenden In-sich-gekehrt-sein. Plötzlich ertönt sein gellender Schrei, der die Besucher aufrüttelt und aus ihren Träumen holt. Dann stimmt er einen chinesischen Sprechgesang an. Zuvor hatte Bernt Hahn Yiwus Gedicht „Massaker“ sehr eindrücklich vorgetragen.

An der Unmenschlichkeit, Verfolgung und Folter Andersdenkender knüpft Robert Hunger-Bühler mit seiner Lesung von Texten Friedrich von Spees „Güldenem Tugend-Buch“ an. Der in Paderborn lehrende Moraltheologe schrieb 1627 einen guten Teil seiner berühmten Streitschrift „Cautio Criminale“ im Kloster Falkenhagen, in welchem er die „Hexenprozesse“ der damaligen Zeit anprangerte.



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