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Bremerhavener Schauspieler mit Improvisationsspielen bei „Instant Impro“ im Theater

5, 4, 3, 2 ,1 – zündende Ideen im Sekundentakt

Hameln. „Schlagfertigkeit und Improvisationsvermögen gehören eigentlich zum Handwerkszeug jedes guten Schauspielers“, stellt Dorothee Starke, die Intendantin des Hamelner Theaters, fest. Aus den dazu gebräuchlichen Übungen und Stegreifspielen hat das fünfköpfige Bremerhavener Ensemble „Instant Impro“ einen hochamüsanten Theaterabend gestaltet. Seit 1994 lassen die Spontaneitätswunder von der Küste in mehr als 100 Veranstaltungen pro Jahr ihr Publikum regelrecht Kopf stehen. So auch in Hameln, wo „Instant Impro“ bereits mehrmals gastierte und stets für ein volles Haus sorgte.

veröffentlicht am 02.12.2012 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Die Methode ist einfach, fordert den Akteuren jedoch einiges ab. Aus dem Publikum werden Begriffe gerufen, die dann – nach dem gemeinsamen Herunterzählen der fünf Sekunden Bedenkzeit – in (hoffentlich) witzige und ideenreiche Wortspiele, kleine komische Szenen, Pantomimen oder Musikeinlagen verarbeitet werden.

In einem natürlich improvisierten „Verkaufsgespräch“ etwa wird auf Hupton alle paar Sekunden von der Alltags- in eine Kauderwelsch-Sprache gewechselt, und natürlich gehört auch eine „Talkshow“ zum Programm. Die allerdings läuft „rückwärts“ ab, was auch dem Publikum einige Konzentration abverlangt.

„Natürlich kann man das trainieren und ohne eine Struktur geht es nicht“, erklärt Norman Böttger. „Wichtig aber ist, dass man immer den Mitspieler im Auge hat, versucht ihn gut aussehen zu lassen. Sonst klappt das alles nicht.“

An diesem Abend gelingt „Instant Impro“ wieder einmal (fast) alles. Im Publikum, das mit Würfen bereitgehaltener nasser Schwämmchen bei Nichtgefallen und Rosen bei höchster Anerkennung seine Meinung sichtbar äußern kann, auch viele Jugendliche. Für sie hatten die Bremerhavener im Vorfeld einen Workshop angeboten. „Die fordern uns ganz schön“ stöhnt die Truppe in der Pause in der Garderobe. Aber nach bewährten Programmteilen wie Jörg Gödderts bis an die Erschöpfung gehender Umsetzung einer Fantasierede seiner Partnerin Jana Kühtze in eine pantomimische Ganzkörpersprache, jubelt das Publikum.

„Man muss sich drauf verlassen, dass einem etwas einfällt, und immer locker bleiben, dann kommen auch die Ideen“, kommentiert die Hamelner Schauspielerin und Entertainerin Traute Römisch das Geschehen auf der Bühne. „Nichts ist schlimmer als die Angst vorm Brett vorm Kopf.“ „Instant Impro“ hat an diesem Abend wieder einmal bewiesen, dass auf die „himmlischen Eingebungen“ Verlass ist, und zwar im Sekundentakt. 5,4,3,2,1 – und los.



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