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Gericht in Moskau

Weitere drei Monate Hausarrest für Regisseur Serebrennikow

Moskau (dpa) - Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow (49) muss für weitere drei Monate mit massiven Einschränkungen seiner Freiheit im Hausarrest in Moskau leben.

veröffentlicht am 02.04.2019 um 10:27 Uhr
aktualisiert am 03.04.2019 um 12:21 Uhr

Kirill Serebrennikow wurde im Sommer 2017 wegen angeblicher Unterschlagung von Fördergeldern festgenommen. Seitdem befindet er sich im Hausarrest. Foto: Pavel Golovkin

Ein Gericht in Moskau verlängerte am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft den bereits seit mehr als anderthalb Jahren bestehenden Arrest bis 3. Juli, wie die Agentur Interfax meldete. Das Verfahren steht international als inszeniert in der Kritik. Filmstars, Theaterschaffende und Politiker haben Russland aufgefordert, die Verfolgung liberaler Künstler zu beenden.

Die russische Justiz wirft Serebrennikow sowie weiteren Angeklagten Veruntreuung staatlicher Fördermittel in Millionenhöhe vor. Der Regisseur weist das zurück. Die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, den Künstler auch künftig in seiner Wohnung festzuhalten, um weitere offene Fragen zu klären. Immer wieder gab es Vorwürfe, die Ermittler hätten nichts in der Hand gegen Serebrennikow.

Serebrennikow arbeitet trotz eingeschränkter Bewegungsfreiheit in seiner Wohnung. So führte die Staatsoper Hamburg im März seine Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Oper «Nabucco» auf. Auch die Oper Stuttgart und weitere Häuser hatten Aufführungen trotz Abwesenheit des Regisseurs auf die Bühne gebracht.

Am Wochenende erhielt er den renommierten russischen Filmpreis «Nika» - für die beste Regie. Sein voriges Jahr auch in Deutschland gezeigter Film «Leto» erzählt die Geschichte des sowjetischen Rockstars Viktor Zoi.



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