weather-image
19°

Haftstrafe droht

Uni-Skandal: Felicity Huffman bekennt sich schuldig

Boston/Los Angeles (dpa) - Reumütiger Auftritt vor Gericht: Im Hochschul-Bestechungsskandal in den USA hat sich Schauspielerin Felicity Huffman (56, «Desperate Housewives») offiziell schuldig bekannt. Die Schauspielerin erschien am Montag (Ortszeit) vor einem Gericht in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts und legte das Geständnis ab.

veröffentlicht am 14.05.2019 um 15:22 Uhr
aktualisiert am 15.05.2019 um 18:21 Uhr

Felicity Huffman verlässt mit ihrem Bruder Moore Huffman Jr. (l) das Bundesgericht in Boston. Foto: Steven Senne/AP

Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft soll eine Richterin am 13. September das Strafmaß bekanntgeben. Die Höchstrafe läge bei 20 Jahren Haft - nach dem Willen der Anklage soll Huffman aber nur mindestens vier Monate Haft sowie eine Bewährungsstrafe erhalten und eine Geldstrafe von 20 000 Dollar leisten.

Huffman, die aus ihrer Ehe mit dem Schauspieler William H. Macy zwei Töchter hat, hatte bereits im April ihre Schuld eingeräumt. Sie soll 15 000 Dollar Schmiergeld gezahlt haben, um zu erreichen, dass Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufgebessert wurden. Für Huffman hatte der Skandal Auswirkungen auf ihre Karriere. Der Streaming-Dienst Netflix wollte beispielsweise die Komödie «Otherhood», in der Huffman mitspielt, vorerst nicht veröffentlichen. Ehemann Macy wurde zunächst nicht angeklagt.

In Begleitung ihres Bruders sei Huffman am Montag vor Gericht erschienen, berichteten US-Medien. Unter Tränen habe sie vor der Richterin gestanden und erneut beteuert, dass ihre Tochter nichts von dem Betrug wusste. Mit «tiefem Bedauern und Scham» für ihr Handeln würde sie die volle Verantwortung für ihre Taten übernehmen, hatte Huffman bereits im April erklärt.

Der Skandal um die Hochschul-Bestechungen hatte in den vergangenen Monaten weite Kreise gezogen. Unter den Dutzenden Angeklagten sind auch die Schauspielerin Lori Loughlin (54) aus der Sitcom «Full House» und ihr Mann, der Modedesigner Mossimo Giannulli. Sie sollen 500 000 Dollar gezahlt haben, um ihre beiden Töchter fälschlicherweise als Ruderinnen auszugeben und sie über das Sportteam an der USC in Kalifornien unterzubringen.

Das Ehepaar plädierte im April zu Vorwürfen von Betrug und Geldwäsche auf «nicht schuldig», damit kommt es nun zu einem Prozess. Im Falle eines Schuldspruchs drohen längere Haftstrafen und empfindliche Geldbußen. 



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?