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Pablo Picasso: «Das späte Werk» im Barberini

Potsdam (dpa/bb) - Mehr als 130 Werke aus dem späten Schaffen von Pablo Picasso (1881-1973) sind von Samstag an im Potsdamer Museum Barberini zu sehen.

veröffentlicht am 08.03.2019 um 09:05 Uhr
aktualisiert am 08.03.2019 um 23:21 Uhr

«Jacqueline» im Potsdamer Museum Barberini. Foto: Ralf Hirschberger

«Gezeigt werden 136 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Keramiken und Druckgrafiken, die bis auf wenige Ausnahmen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein werden», sagte Direktorin Ortrud Westheider am Donnerstag. Die Ausstellung trägt den Titel «Picasso. Das späte Werk» und ist bis zum 16. Juni im Barberini zu sehen. Die Werke aus den Jahren 1954 bis 1973 stammen aus der Sammlung von Jacqueline Picasso und wurden von deren Tochter Catherine Hutin ans Barberini ausgeliehen.

Insgesamt elf der gezeigten Werke waren noch nie öffentlich ausgestellt, darunter zwei Gemälde, sieben Zeichnungen und zwei Skulpturen. Dazu gehört etwa das Gemälde «Jacqueline mit angezogenen Beinen» aus dem Jahr 1954. «51 weitere der Werke wurden erst ein bis dreimal bei Ausstellungen gezeigt», erläuterte Westheider. In Deutschland seien bislang nur wenige der gezeigten Werke zu sehen gewesen. «Und doch kennen wir viele von ihnen, weil Picasso damals oft in seinem Atelier mit seinen Bildern fotografiert wurde und die Aufnahmen in Illustrierten veröffentlicht wurden», so Westheider.

Jacqueline, die Picasso 1953 kennenlernte, wurde in den späten Jahren sein liebstes Modell. «Madame Z» aus dem Jahr 1954 ist das Titelbild der Ausstellung und des ersten Raums, in dem fast ausschließlich Porträts von Picassos zweiter Ehefrau versammelt sind. Picasso greift in dieser Zeit auf den Kubismus zurück und zeigt seine junge Frau häufig auf ihrem Lieblingsplatz, im Schaukelstuhl.

Ausgewählt wurden die Werke für das Barberini von Bernardo Laniado-Romero, ehemaliger Direktor der Picasso-Museen in Barcelona und Málaga. «Gerade das späte Werk von Picasso aus dem Privatbesitz wurde wenig gezeigt», erläuterte der Gastkurator. Es sei dazu immer noch zu wenig geforscht und publiziert worden. Catherine Hutin habe schon früher Ausstellungen unterstützt - aber im Vergleich zur Ausstellung im Barberini sei es jeweils nur eine kleine Auswahl gewesen. «Diese Ausstellung lässt nachvollziehen, wie Picassos stetige künstlerische Metamorphose und Kreativität seiner Karriere bis in die letzten Lebensjahre auszeichneten.»



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