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Sanierungsarbeiten

Kosky bleibt der Komischen Oper als Hausregisseur treu

Berlin (dpa) - Der Intendant der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky (51), bleibt dem Haus auch nach Ablauf seines Vertrags im Jahr 2022 verbunden.

veröffentlicht am 31.01.2019 um 16:32 Uhr
aktualisiert am 01.02.2019 um 13:11 Uhr

Barrie Kosky (l-r), aktueller Intendant und designierter Hausregisseur der Komischen Oper Berlin, Susanne Moser, Geschäftsführende Direktorin und designierte Ko-Intendantin, und Philip Bröking, Operndirektor und ebenfalls designierter Ko-Intendant de

Während der auf fünf Jahre angesetzten Sanierung des Theaters werde der Australier bis 2027 als Hausregisseur weiter wesentliche Impulse geben und jedes Jahr zwei Neuinszenierungen auf die Bühne bringen. Damit sei in dieser schwierigen Phase die künstlerische Kontinuität gesichert, sagte der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Donnerstag. Kosky und Lederer unterzeichneten dafür einen neuen Vertrag.

Ko-Intendanten werden die Geschäftsführende Direktorin Susanne Moser und Operndirektor Philip Bröking. Von 2022 bis 2027 soll die Komische Oper für 225 Millionen Euro von Grund auf renoviert werden. Während dieser Zeit wird das Ensemble in das Schiller Theater ziehen, aber an verschiedenen Orten in der Stadt spielen.

Er wolle in Zukunft als freier Regisseur arbeiten, sagte der Australier Kosky, der seit 2012 Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper ist. «Ich habe immer gesagt: Zehn Jahre reichen.» Bereits 2017 habe er ein Angebot der Bayerischen Staatsoper ausgeschlagen.

Er wolle aber seiner Verantwortung für die Komische Oper gerecht bleiben und sie in der Zeit der Sanierung weiter begleiten. «Das Haus ist wie Sauerstoff für mich.» Einzelheiten sollen in den kommenden Monaten bekanntgeben werden. Kosky sprach von einer «Komischen Oper im Exil» und Aufführungen in der ganzen Stadt. «Wir werden jedes Jahr ein Opernfestival haben.»

Auch die Staatsoper Unter den Linden war während ihrer Renovierung in das Schiller Theater nach Charlottenburg gezogen. Zu Beginn hatte sie dort mit Zuschauereinbußen kämpfen. Der damalige Staatsopernintendant Jürgen Flimm sei ein wichtiger Ratgeber bei den Umzugsplänen, sagte Kosky.

Das Schiller Theater ist zur Zeit die Ausweichspielstätte der Kudamm-Bühnen. Kultursenator Lederer äußerte sich überzeugt, dass diese bis 2022 wieder an ihrer Ursprungsort am Kurfürstendamm zurück ziehen würden.



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