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US-Komiker

Kevin Hart moderiert die Oscar-Verleihung

Los Angeles (dpa) - Der Job gilt als einer der begehrtesten und schwierigsten in der Film-Branche. Mit dem US-Komiker Kevin Hart holt die Oscar-Akademie einen Neuling auf die Bühne. «Ich freue mich sehr mitzuteilen, dass endlich der Tag gekommen ist, dass ich Gastgeber der Oscars werde», verkündete Hart (39) am Dienstagabend auf Instagram und Twitter. Dies sei schon lange Zeit eines seiner Ziele gewesen. «Willkommen bei der Familie», schrieb daraufhin die Oscar-Akademie in einem Tweet. Auch sie freue sich sehr.

veröffentlicht am 05.12.2018 um 08:59 Uhr
aktualisiert am 07.12.2018 um 07:21 Uhr

Kevin Hart wird im Februar Gastgeber der Oscar-Verleihung. Foto: Jordan Strauss

Autor:

Barbara Munker, dpa

Der schwarze US-Comedian hat mit Trophäen-Shows schon Erfahrung. Zuvor moderierte er etwa die MTV Video Music Awards und MTV Movie Awards. Doch Hollywoods größte Filmgala ist ein anderes Kaliber. Hart steht zum ersten Mal in der Gastgeberrolle auf der Oscar-Bühne. Er sei erst der vierte Afroamerikaner - nach Richard Pryor, Whoopi Goldberg und Chris Rock - der dieses Amt bekleidet, schreibt das Kinoportal «Deadline.com».

Bei der 91. Oscar-Vergabe im kommenden Februar löst Hart den Komiker und Moderator Jimmy Kimmel ab, der 2017 und 2018 durch die Show führte.

Der dreifache Vater Hart, der seine Karriere als Stand-Up-Comedian in kleinen Clubs begann, war in diesem Jahr mit seiner «Irresponsible Tour» weltweit in großen Arenen unterwegs. Hits wie «Jumanji: Willkommen im Dschungel», «Ride Along», «Der Knastcoach» oder «Central Intelligence» machten ihn zum beliebten Comedy-Star. In der quirligen Spionage-Komödie «Central Intelligence» schlägt er sich in der Rolle des schmächtigen, biederen Buchhalters bestens an der Seite des muskulösen Ex-Wrestler Dwayne «The Rock» Johnson.

Er wolle eine «ganz besondere» Oscar-Show moderieren, kündigte Hart am Dienstag an. Dies sei für ihn als Komödiant eine einmalige Gelegenheit im Leben. Vor allem ist der Job auf der Oscar-Bühne eine große Herausforderung.

Fast vier Stunden zog sich die Oscar-Gala im vergangenen März hin, eine der längsten Shows der letzten Jahrzehnte. Gleichzeitig sanken die Einschaltquoten in den Keller. Nur 26,5 Millionen Zuschauer verfolgten das Trophäenspektakel am Bildschirm mit. Mehr als doppelt so viele waren es 1998, als der Blockbuster «Titanic» vor 55,2 Millionen Zuschauern abräumte.

Die kommende Show solle auf drei Stunden begrenzt werden, kündigte die Oscar-Akademie im vorigen August an. Nach den neuen Plänen sollen einige Preise im Dolby-Theater während der Werbepausen statt in der Live-Show ausgeteilt werden. Höhepunkte dieser Ehrungen würden dann in gekürzter Form in die weltweite Übertragung eingespielt. Ursprünglich wollte der Verband auch eine neue Sparte zur Würdigung von Publikums-Hits einführen, doch dieser umstrittene Plan wurde wenig später wieder gekippt.

Beim Debüt von Harts Vorgänger Kimmel war es durch eine peinliche Verwechslung der Umschläge zu einer großen Oscar-Panne gekommen. Fälschlicherweise wurde am Ende der Show zunächst «La La Land» statt des wahren Gewinners «Moonlight» zum besten Film gekürt. Kimmel reagierte damals geschickt: «Ich gebe mir selbst die Schuld (...) Ich verspreche, ich komme nie wieder», sagte er mit einem Augenzwinkern. Für die 90. Jubiläums-Show kehrt er aber doch zurück.

«Glückwünsche, mein Freund», gratulierte Kimmel am Dienstag auf Twitter seinem Nachfolger. Die Akademie habe eine ausgezeichnete Wahl getroffen. «Du wirst spitze sein.»



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