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Nach dem Winter muss der Körper erst wieder in Schwung kommen

Wenn der Frühling zum Gähnen ist

Hallo! Aufwachen! Nein, der Frühling ist zwar noch nicht ganz da, aber er schickt uns schon seine Vorboten: Die Vögel zwitschern, Schneeglöckchen und Krokusse recken ihre Köpfchen aus der Erde, die Tage werden länger, morgens ist es heller. Und während die Natur langsam aus dem Winterschlaf erwacht, sind wir hundemüde und gähnen uns durch den Tag. Die Frühjahrsmüdigkeit hat uns voll erwischt. Rund 50 Prozent aller Deutschen sind betroffen, sagt die Statistik. Warum das so ist? Unsere Hormone zicken: Sie müssen noch vom Winter auf Frühjahr umschalten. „Im Winter stellen wir uns auf eine Art Winterschlaf ein. Wenn die Tage dunkler werden, produziert unser Körper mehr Melatonin, das für den Schlaf zuständig ist“, erklärt Christina Koppe-Schaller, Medizinmeteorologin vom Deutschen Wetterdienst: „Wenn im Frühjahr dann die Tage wieder länger und heller werden, stört der hohe Melatoninspiegel den Biorhythmus.“ Wir gähnen und sind ständig müde, dabei wollen wir doch eigentlich mit Vollgas ins Frühjahr starten. Jetzt gilt es, den Kreislauf auf Touren zu bringen und eine üppige Dosis Tageslicht zu tanken. Tipps, wie man sich für den Frühling in Schwung bringt:

veröffentlicht am 28.02.2012 um 00:00 Uhr

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Früh aufstehen

Ja, richtig gelesen. Auch wenn man sich morgens noch bleischwer fühlt – raus aus den Federn! Und so schnell wie möglich den eigenen Rhythmus auf das früher einsetzende Tageslicht einstellen. Denn das sorgt dafür, dass das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet und Melatonin abgebaut wird.

Den Kreislauf ankurbeln

Auch wenn es schwerfällt: Ideal sind jetzt Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser. Sie bringen Schwung in den frühjahrsmüden Kreislauf. Aber auch die Sauna tut gut, wenn man nicht gerade erkältet ist: Sie stärkt das Herz-Kreislauf-System.

Morgen-Gymnastik

Recken und strecken Sie sich nach dem Aufstehen – am besten am geöffneten Fenster: Die kühle Luft tut gut. Ruhig ein paar einfache Gymnastik-Übungen vor der morgendlichen Tasse Kaffee oder Tee einplanen oder mit Pilates und Yoga in den Tag starten. Schon eine Viertelstunde wirkt Wunder.

Viel trinken

Grüner Tee macht munter. Es gibt ihn in unzähligen Kombinationen – mit Blüten, Gewürzen, Kräutern oder Früchten. Auch tagsüber bei Tee bleiben oder ganz viel Wasser trinken. Es ist das Lebenselixier schlechthin. Wenn der Blutdruck durch die allmählich steigenden Temperaturen sinkt, kann Wasser ihn wieder nach oben bringen. Es kurbelt auch den Stoffwechsel an.

Gesund essen

Statt fetter Mahlzeiten jetzt mehr Obst, Gemüse und Salate auf den Speiseplan setzen. Zu Hülsenfrüchten, Vollkorn- und Eiweißprodukten greifen. Auch naturreine Säfte tragen dazu bei, den Körper zu entschlacken und mit wichtigen Vitaminen und Spurenelemente zu versorgen.

Ab an die frische Luft

Wann immer sich die Gelegenheit bietet, einen Spaziergang unternehmen. Dazu eignet sich oft schon die Mittagspause. Statt des Aufzugs lieber die Treppe nehmen. Wer am Computer arbeitet, sollte öfter mal eine kleine Pause einlegen, um gezielt die Muskeln zu entspannen.

Farbe bekennen

Farbe kann sich ausgesprochen positiv auf die Stimmung auswirken, sagen Psychologen. Helle, bunte Kleidung sorgt jetzt für gute Laune und regt die Sinne an. Nach dem dunklen Wintergrau dürstet unsere Seele förmlich nach frischen, hellen Tönen. Also: Bekennen Sie Farbe!

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