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Die exotische Sharonfrucht landet beim Einkauf immer häufiger im Einkaufskorb

Vitaminbombe für den Winter

HAMELN. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Orangen. Allein schon ihre Farbe macht Appetit auf die Früchte, die so verlockend auf sich aufmerksam machen, als würden sie „Kauf mich“ rufen. Zwar werden sie nahezu das ganze Jahr über im Handel angeboten, derzeit aber feiern sie ihre „Hochzeit“ – auch auf dem Wochenmarkt. An den Obst- und Gemüseständen ziehen sie die Blicke auf sich und landen immer häufiger im Einkaufskorb. Ebenso Kaki und Persimone, ihre nahen Verwandten.

veröffentlicht am 14.11.2017 um 18:24 Uhr

Foto: pixabay
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Die Früchte werden in Deutschland immer beliebter. „Weil sie gut schmecken und sehr gesund sind“, weiß Raffaele Santangelo, dessen Früchte aus Italien und Spanien stammen. Skeptischer Kundschaft schneidet er eine Scheibe ab von der Frucht und reicht sie zum Probieren. Die Schale könne mitgegessen werden, sagt der Obst- und Gemüsehändler und beißt herzhaft in die Frucht, die je nach eigenem Gusto wie ein Apfel tatsächlich mit oder ohne Schale verzehrt werden kann. Sharonfrüchte, die keine Kerne enthalten, haben nämlich ebenso wie Persimone eine weiche Schale. Kaki hingegen hat eine dickere und zähe Schale und sollte deshalb geschält werden. Und noch einen Unterschied gibt es zwischen den drei nahen Verwandten: Kaki sollte nur im vollreifen Zustand gegessen werden, da sie sonst bitter schmeckt und einen pelzigen Geschmack auf der Zunge hinterlässt. Ist sie sehr weich, am besten halbieren und wie eine Kiwi auslöffeln. Die Sharon- und Persimonfrüchte können bereits im harten Zustand gegessen werden, da sie kaum Bitterstoffe (Tannine) enthalten. Sie eignen sich deshalb hervorragend als Pausensnack. Raffaele Santangelo erklärt den Unterschied zwischen Sharon und Kaki auf seine bekannte humorvolle Art: „Wenn Sharon länger liegt, wird sie automatisch zur Kaki!“ Ob Sharon, Kaki oder Persimone – orange und gesund sie alle drei. Sie enthalten viel Vitamin C, besonders die Sharonfrucht, Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, Vitamine aus der B-Gruppe und Mineralstoffe wie Kalium und Phosphor.

Die leicht nach Aprikosen schmeckende Sharonfrucht stammt ursprünglich aus Israel, und zwar aus der fruchtbaren Sharon-Ebene zwischen Tel Aviv und dem Karmelgebirge. Dort war lange an der Kaki geforscht worden mit dem Ziel, eine kernlose Frucht zu erzeugen. Das Ergebnis war dann die Sharonfrucht, die nach ihrem Herkunftsgebiet und nicht nach dem Politiker benannt ist, wie viele glauben. Sharon ist eine veredelte Zuchtform der aus Asien stammenden Kaki und wird mittlerweile auch in Spanien, Italien und Südamerika angebaut. Reife Sharon erkennt man an ihrer glänzenden Schale.

Roh schmecken Sharon & Co am besten. Aber auch in Obstsalaten, in Smoothies und in Desserts, entweder klein geschnitten oder püriert, sind sie ein Genuss. In Scheiben geschnitten und kurz in Butter gedünstet sind sie mit Petersilie bestreut eine exotische Beilage zu Hähnchenfilets. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Weihnachtszeit gibt folgendes Rezept:

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Information

Rezept: Sharon-Lebkuchen-Sinfonie

Zutaten für zwei Personen: Zwei möglichst weiche Sharon, eine Bio-Zitrone, 150 Gramm Sahnequark, 200 Gramm gekochten Vanillepudding, zwei Esslöffel Zucker, 50 Gramm Lebkuchen.

Zubereitung: Von der Zitrone etwas Schale dünn abschälen. Saft auspressen. Sharonfrüchte waschen, schälen und Blütenansätze entfernen. Fruchtfleisch würfeln und mit Zitronenschale und -saft in einem Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze fünf Minuten zu Mus einkochen. Abkühlen lassen und Zitronenschale entfernen. Quark, Vanillepudding und Zucker verrühren. Lebkuchen zerbröseln. Dann abwechselnd Quarkmischung, Lebkuchenbrösel und Kompott dekorativ in zwei Gläsern verteilen. Mit Kompott abschließen.

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