weather-image
März 1889: Der Eiffelturm in Paris ist fertig

Die „Eiserne Dame“ wird 125

Der Eiffelturm ist nicht nur jenes berühmte Wahrzeichen, das am 31. März 1889 nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt wurde, er dient Extremsportlern auch als Absprungplattform. Ein „Base Jump“ aus 270 Meter Höhe ermöglicht den „großen Adrenalin-Kick“, ist aber auch sehr gefährlich. Extremsportler gehen dennoch das Risiko ein und lassen sich mit einem Fallschirm in die Tiefe stürzen, wie der Belgier Johan Vervoort. Der filmte seinen spektakulären Sprung vom Eiffelturm mit seiner Helmkamera.

veröffentlicht am 31.03.2014 um 00:00 Uhr

270_008_4140853_Logo_Vergi.jpg

Autor:

von sinan incedal
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

So ein gefährlicher Sprung vom Eiffelturm ist verboten. Unklar war, wie Vervoort die strengen Sicherheitsmaßnahmen umgehen konnte, die derartige Aktionen verhindern sollen, denn es gab bereits einen Todesfall beim Versuch, vom Eiffelturm zu springen, berichtete „Der Spiegel“.

Ursprünglich war der Eiffelturm kein Denkmal, sondern ein moderner Bau ohne Funktion, für die Weltausstellung im Jahre 1889 und anlässlich der Hundertjahrfeier der Französischen Revolution errichtet, und sollte 20 Jahre nach seiner Fertigstellung wieder abgerissen werden. Doch der Turm blieb und gilt heute als Wahrzeichen von Paris.

Mit der Realisierung des ehrgeizigen Projekts, den mit 300 Metern Höhe damals höchsten Turm der Welt zu bauen, wurde der Bauunternehmer Gustave Eiffel beauftragt. Eiffel verwirklichte mit seinen Ingenieuren Maurice Koechlin und Emile Nouguier innerhalb von zwei Jahren, pünktlich zur Ausstellung, die Vision des 300-Meter-Turms, mit rund 1700 Stufen und einem Gesamtgewicht von 10 000 Tonnen. Die Kosten für den Bau des Eiffelturms beliefen sich seinerzeit auf 7,7 Millionen Franc. Zu der Zeit war geplant, den Turm nach 20 Jahren wieder abzureißen. Gustave Eiffel und sein Turm ernteten jede Menge negative Kritik. Der Eiffelturm in Paris sei „nutzlos und monströs“, schrieben Künstler und Intellektuelle.

270_008_7053420_rue_eiffel.jpg

Doch das sollte sich bald ändern. Durch die Erfindung der drahtlosen Telegrafie wurde der Turm zum höchsten Sendemast der Welt. In den 1920er Jahren wurden vom Eiffelturm Radiosendungen ausgestrahlt, in den 1930er Jahren Fernsehversuche gemacht. Durch die Fernsehantenne im Jahre 1957 verlängerte sich der Turm auf 324 Meter.

Heute besuchen jährlich sechs Millionen Menschen die beeindruckende Stahlkonstruktion. Besucher können zu Fuß oder mit dem Aufzug nach oben gelangen. Es gibt drei Plattformen, die man betreten kann. Die erste Plattform liegt bei 57 Metern, die zweite bei 115 Metern und die dritte bei 276 Metern. Auch sind Restaurants mit Ausblick auf die Seine und ein Briefmarkenladen vorhanden, in dem Besucher den begehrten Poststempel vom Eiffelturm bekommen können. Vor allem beeindruckt der Ausblick vom Eiffelturm die Menschen, denn bei gutem Wetter liegt die Sichtweite bei 70 Kilometern. Außerhalb Frankreichs stehen verblüffend ähnliche Kopien des Eiffelturms in verschiedenen Städten, etwa in Las Vegas oder in Tokyo. Die Betreibergesellschaft des Eiffelturms in Paris gibt selber zu, dass sie keinen Überblick über die Gesamtzahl der Nachbauten weltweit hat.

Spektakulär ist auch die Beleuchtung des originalen Eiffelturms in Paris, die vom Ingenieur Pierre Bideau geschaffen und Silvester 1985 eingeweiht wurde. Mit über 10 000 bunt funkelnden Lichtern sowie Lichtspektakeln mit Feuerwerken fasziniert der Eiffelturm die Menschen immer wieder aufs Neue.

Fasziniert die Menschen immer wieder aufs Neue: der Pariser Eiffelturm.pr

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare