weather-image
×

Rat einer Psychologin

Innere Durchhalteparolen können im Lockdown ermüdend sein

«Irgendwann ist diese Pandemie schon vorbei» - dieser Gedanke kam wohl fast jedem schon mal, und er hat auch etwas Tröstliches. Auf Dauer aber können solche Parolen ermüdend sein. Was hilft besser?

veröffentlicht am 09.02.2021 um 11:53 Uhr
aktualisiert am 09.02.2021 um 13:11 Uhr

Autor:

Sich selbst mit Durchhalteparolen zu motivieren hilft nach Ansicht einer Psychologin im Corona-Lockdown nicht weiter. «Es ist ermüdend, sich immer wieder zu sagen, man müsse jetzt nur durchhalten, irgendwann sei Corona vorbei», sagt Thordis Bethlehem, Landesgruppen-Chefin des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen in Baden-Württemberg.

Stattdessen sei es besser, im Hier und Jetzt zu sein, rät die Diplom-Psychologin. «Leben ist heute, und man sollte das als normal annehmen. Das erleichtert das Zurechtkommen.»

Besonders bedroht von Vereinsamung seien Singles im Homeoffice. Die Herausforderung für sie sei, sich nicht hilflos und ohnmächtig zu fühlen. Entsprechend müsse man nach den kleinen Freiheiten in den beschränkten Zeiten suchen - wie zum Beispiel Online-Dating.

«Wir sind nicht zur Kontaktlosigkeit verdammt», sagt Bethlehem. «Wie Personen die Situation des beschränkten Kontakts erleben und wie gut es ihnen dabei geht, hängt von jeder Person selbst ab.»



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kontakt
Redaktion
E-Mail: redaktion@dewezet.de
Telefon: 05151 - 200 420/432
Anzeigen
Anzeigen (Online): Online-Service-Center
Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
Abo-Service
Abo-Service (Online): Online-Service-Center
Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt