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Mund-Nasen-Schutz

FFP2 statt Stoffmaske: Was ist der Unterschied?

FFP2-Masken versprechen einen besseren Schutz vor dem Coronavirus. Was sind die Vorteile dieser Masken - und was muss beachtet werden?

veröffentlicht am 20.01.2021 um 11:15 Uhr
aktualisiert am 20.01.2021 um 13:52 Uhr

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Mit Blick auf die Schutzwirkung sind FFP2-Masken normalen Alltagsmasken, die man sich auch selbst nähen kann, deutlich überlegen. Bayern hat das Tragen dieser Masken seit Montag (18. Januar) in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr zur Pflicht gemacht. Der Bund-Länder-Beschluss vom 20. Januar gibt nun vor, dass beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn medizinische Masken (z.B. OP- oder FFP2-Masken) getragen werden sollen. Ab wann das gilt, regelt jedes Bundesland selbst.

Was sind überhaupt FFP2-Masken?

Dabei handelt es sich um partikelfiltrierende Halbmasken. Die Bezeichnung FFP stammt aus dem Englischen (Filtering Face Piece). Ursprünglich sind sie insbesondere aus dem Handwerk bekannt. Die Arbeiter schützen sich damit dagegen, Staub oder andere giftige Stoffe einzuatmen.

FFP-Masken werden in drei Kategorien eingeteilt - 1 bis 3. Die unterschiedliche Bezeichnung geht darauf zurück, wie viele Aerosole die Masken filtern können. «FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent und FFP3-Masken mindestens 99 Prozent der Testaerosole filtern», so das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Warum sind FFP2-Masken besser als Alltagsmasken?

Der Unterschied liegt insbesondere darin, ob die Masken eher andere Menschen oder auch die Maskenträger schützen. Bei korrekt sitzenden FFP2-Masken würden beide Seiten vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen geschützt, erklärt das BfArM.

Wie die Gesellschaft für Aerosolforschung erläutert, halten einfache Mund-Nasen-Bedeckungen kleinere Partikel nicht so gut ab. Daher seien sie für den Selbstschutz nicht geeignet.

Für die einfache Mund-Nasen-Bedeckung - im Sprachgebrauch meist Alltagsmaske genannt - gibt es keine Norm und keine wissenschaftlich nachgewiesene Schutzfunktion. Dennoch gehen Experten davon aus, dass auch diese Masken einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.

Mit Blick auf die FFP2-Masken ist außerdem wichtig: Haben sie ein Ventil, wird die ausgeatmete Luft nicht so gut gefiltert. Somit ist der Schutz für andere Menschen gering - entsprechend erfüllen die Masken dann nicht wirklich ihren Zweck, der ja auch daran liegt, andere Menschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.

Wo bekommt man FFP2-Masken her?

Sie werden in Drogerien, Apotheken oder online verkauft. Menschen über 60 Jahren, Risikoschwangere oder chronisch Kranke erhalten derzeit eine bestimmte Anzahl FFP2-Masken günstiger in der Apotheke. Die gesetzlichen Krankenkassen verschicken dafür Gutscheine: Für einen Sechserpack muss man dann nur zwei Euro zuzahlen.

Experten raten, zunächst einmal nur eine Packung FFP2-Masken auszuprobieren. Im Unterschied zu einfachen Stoffmasken liegen diese wesentlich fester an. Manchmal werden sie als unangenehm empfunden. Beim Kauf sollte man auf das CE-Kennzeichen und eine vierstellige Nummer achten, die Rückschlüsse auf das Prüf-Institut zulässt.

Wie lange dürfen FFP2-Masken getragen werden?

Während die Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff gewaschen und wiederverwendet werden können, sind FFP2-Masken laut dem BfArM vom Hersteller als Einmalprodukte vorgesehen.

Der Tüv Nord weist darauf hin, dass das Schutzniveau sinkt, wenn sie gewaschen werden. Diese Masken könnten einen Tag lang getragen werden - dann sollten sie in den Müll.

Forscher der Fachhochschule (FH) Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster schreiben indes, dass sich FFP2-Masken bis zu fünf Mal aufbereiten lassen: Je nach Beschaffenheit der Maske bei 80 Grad Ober- und Unterhitze für eine Stunde im Ofen, oder indem man sie eine Woche lang an einem Haken im Raum trocknen lässt. Aus verschiedenen Gründen nicht geeignet zur Wiederaufbereitung seien Kochtopf, Mikrowelle, Waschmaschine, Spülmaschine und UV-Lampe.



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