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Koller in der Pandemie?

Corona: Positive Einstellung und Tagebuch helfen Psyche

Viele geraten in der Pandemie an ihre Grenzen - und lassen das auch gerne mal die Freunde spüren. Das zieht runter. Wie man den Teufelskreis durchbricht, erklärt eine Expertin.

veröffentlicht am 19.03.2021 um 13:56 Uhr

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Wir wünschen uns sehnlichst wieder ein Stück mehr normales Leben. Doch angesichts der aktuellen Infektionszahlen weiß der Verstand, dass kaum Lockerungen zu erwarten sind. Wie können wir dennoch psychisch stabil bleiben?

«Sich eine positive Zukunft auszumalen, hilft zwar in einer guten Stimmung zu bleiben, aber mit großen Hoffnungen sollte man momentan zurückhaltend sein», rät die Berliner Psychologin Ulrike Scheuermann. «Denn aus zu hohen Erwartungen entstehen vor allem Enttäuschungen.»

Die allgemein zunehmende Unzufriedenheit, Müdigkeit und Berichte von Freunden, die mittlerweile an ihre Grenzen stoßen würden, verbreiten Pessimismus und wirken ansteckend. Man sollte dennoch versuchen, dagegen zu wirken, findet Scheuermann. Am besten in dem man selber eine positive Einstellung verbreitet.

Spaziergänge helfen gegen depressive Stimmung

In unsicheren Situationen sei es gut, sich auf das zu konzentrieren, was man beeinflussen kann: Etwa sein Immunsystem zu stärken. Das könne durch gesunde Ernährung erreicht werden, durch Bewegung und kleine Pausen an der frischen Luft, bei denen man die ersten Frühlingszeichen genießt. Das fördere den Schlaf und helfe gegen depressive Stimmung.

Außerdem gehöre es dazu, die Sozialkontakte zu pflegen - natürlich auf Distanz. «Auch Tagebuch schreiben ist nachweislich eine gute Methode, sich psychisch zu stabilisieren», empfiehlt die Psychologin.



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