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Sonnenhut ist immer gut – sogar als frostfrierender Einjähriger

Goldstürmische Zeiten

Genau genommen ist der Sommer bald zu Ende. Zumindest hat er seinen Zenit schon überschritten, unabhängig davon, wie viele warme Tage im September und Oktober noch kommen werden. Diese Zeit, in der viele hübsche Stauden und Gehölze schon ausgeblüht sind und mitunter ein Changieren ihrer Blätter zeigen, das unmissverständlich den Herbst andeutet, spielen die Sonnenhüte als verlässliche Spätsommerblüher eine große Rolle. Sowohl die sonnen- bis goldgelb blühenden Rudbeckia-Arten als auch der Purpur-Sonnenhut (Echinacea) setzen stimmungsvolle Akzente. Allein: Nicht alle sind winterhart, was mitunter zu Verstimmungen führt, weil es allgemein angenommen wird.

veröffentlicht am 27.08.2015 um 16:50 Uhr

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Über den ’Goldsturm‘ (Art Rudbeckia fulgida) muss selbstverständlich kein Fragezeichen stehen: Diese bekannteste Sortenzüchtung aus der etwa 15 Arten umfassenden Rudbeckia-Gattung ist komplett winterhart; auch Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt können dem ’Goldsturm‘ nicht schaden. Als Gartenstaude (Höhe etwa ein Meter) ist die kompakte Sorte auch deshalb so wertvoll, weil sie bis in den Oktober hinein fleißig zu blühen imstande ist, solange das Ausputzen von Verwelktem erfolgt. Über jeden Zweifel erhaben steht auch Rudbeckia laciniata als sehr frostfeste Top-Staude – jedoch benötigt diese bis drei Meter hoch wachsende Art unbedingt ein Gerüst, um sich anlehnen zu können. Vor allem die Sortenzüchtung ’Goldball‘ knickt bei Regen und Wind schnell ab; die Last des Wassers, das sich in den gefüllten Blüten fängt, ist zu groß. Ein Stab reicht angesichts der Blüh- und Wuchsfreudigkeit nicht aus. Ein massiver Ring aus Stahl, im besten Fall eine „Maßanfertigung“ von einem Schlosser, hält diese als „Geschlitztblättrigen Sonnenhut“ bekannte Pflanze stilsicher aufrecht. Nach gleichem Muster sollte auch mit dem sogenannten Fallschirm-Sonnenhut (Rudbeckia nitida) verfahren werden, der immerhin über zwei Meter Höhe erreicht. Er ist im Übrigen eine stimmungsvolle Ergänzung zum gefüllten Geschlitztblättrigen, weil seine hängenden Zungenblüten mit oft olivgrüner, erhobener Mitte kontrastreich wirken und sich spannungsreich einfügen ins Gesamtbild.

Aber Obacht bei Rudbeckia hirta: Diese Art ist einjährig, obwohl sie mit ihren kräftigen Stielen und ganz ausgezeichneten, fleischigen Blüten nicht danach aussieht. Eine der hübschesten Arten ist sicher ’Irish Spring‘, die zurzeit als große Pflanze in Gärtnereien verkauft wird. Nur zu, kaufen! Den Spätsommer und Herbst wird der „irische Frühling“ versüßen, aber den Winter übersteht er nicht. Da hilft nur: aussäen im kommenden Frühling unter Glas und dann auspflanzen. Die Mühe lohnt sich unbedingt, denn gerade die „hirta“-Hüte überzeugen mit einem Farbspiel, das nicht nur gelb ist (zum Beispiel Sorte ’Cappuccino‘), lange Blütezeit und große Blüten verspricht (zum Beispiel ’Indian Summer‘) und sehr kompakt auch für Gefäße als niedrig wachsende Sorte auf Balkon und Terrasse fulminante Bilder erzeugt (zum Beispiel Sorte ’Toto‘). Saatgut gibt es im Fachhandel. Der Anbau ist unkompliziert.

Rudbeckia hirta ‚Irish Spring‘ ist ein einjähriger Sonnenhut, der nicht frostfest ist, aber als sehr aparte einjährige Staude tolle Akzente setzt (links). Kleine Bilder: Sowohl Fallschirm-Sonnenhut (unten links) als auch Geschlitztblättriger Sonnenhut gehören zu den hochwachsenden, robusten Arten, die für regnerische und windige Zeiten eine Standhilfe benötigen, damit sie nicht abknicken. Beide sind äußerst winterhart.ey

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