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Der Schnittlauch und sein unterschätzter Wert

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Kein Garten ohne Schnittlauch! Dieses aromatische Gewächs, das weder heutzutage als Heilmittel gilt noch im Mittelalter als solches galt, ist trotzdem ein gesunder Appetitanreger und Verdauungsförderer und verfeinert Suppen, Salate, Brotaufstriche und vieles mehr mit feinem Zwiebelaroma. Weil der Schnittlauch (Allium schoenoprasum) nicht nur im Gemüse-, sondern sogar im Ziergarten gut eingesetzt werden kann (zum Beispiel als ungewöhnlich dekorative Beeteinfassung), muss ihm unbedingt mehr Aufmerksamkeit zuteil werden. Denn gewiss ist er winterhart, kann sowohl im Freiland als auch in Töpfen auf dem Balkon oder Terrasse gehalten werden und blüht sehr hübsch. Außerdem gibt es mittlerweile sehr gute, wohlschmeckende Züchtungen wie etwa ’Forescate‘ oder ’Profusion‘ und auch unterschiedliche Arten – hier muss der breitblättrige Knoblauch-Schnittlauch genannt werden. Seine weißen Blüten sind lecker und zart. Eine essbare Dekoration für Salate und auf dem Butterbrot. Wie so oft haben vorausplanende Gärtner aber darauf zu achten, dass der Schnittlauch mit Beginn der normalerweise rosa- bis purpurstehenden Blüte seine Würzkraft verliert. Wer also sowohl in den Genuss des Lauchgrüns als auch der Blüten kommen möchte, pflanzt mehr als er benötigt, um beides zu genießen. Erfreulich, dass diese lukullische Leidenschaft auch über den Herbst hinaus im Winter weiter Bestand haben kann. Denn wer im Winter ernten möchte, gräbt jetzt einfach den im Beet stehenden Wurzelballen aus, setzt ihn in einen Topf und holt ihn ins Haus. Am hellen Fenster treibt er schon bald wieder aus. sas

veröffentlicht am 15.10.2015 um 14:23 Uhr



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