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Von unschuldig bis strahlend hell: Es gibt viele Möglichkeiten

Die Weißheit der Margerite

Weiß ist nicht belanglos. Im Gegenteil: Erst weiße Blüten sind in der Lage, leuchtende Akzente zu setzen. Nicht unbedingt am Tag wird sich dies dem Betrachter zeigen, aber wenn es Abend wird, dann werden sie augenblicklich schöner und strahlender.

veröffentlicht am 11.08.2016 um 16:05 Uhr

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Es ist im wahren Wortsinn dieser Weißheit, die uns ins Schwärmen geraten lässt. Es gibt viele Stauden, die mit einem fast unschuldigen Weiß einen besonderen Zauber auslösen. Bei anderen wiederum wirkt es weniger zurückhaltend. Sie drängen sich dann sogar in den Vordergrund. Weiße Margeriten können das besonders gut. Hier stechen Züchtungen wie ’Aglaia‘, ’Silberprinzesschen‘ oder auch die gefüllte ’Wirral Supreme’ hervor. Landläufig gelten sie als Sonnenkinder, was auch stimmt, vertragen unter bestimmten Bedingungen und auf für sie mit Kompost verbessertem, durchlässigen Boden aber durchaus auch von Halbschatten betroffene Standorte. Leucanthemum maximum lautet ihr botanischer Name. Sie sollten in keinem noch so kleinen Garten fehlen, denn ihre Blütezeit dauert lang und ist intensiv. Es gibt gefüllte und gekräuselte Formen. Wie auch immer die Blütenköpfe mit ihrer gelben Mitte, die von weißen Blättern umkränzt ist, beschaffen sind, eint sie doch alle eines: Sie überstrahlen am Abend alles und sehen im Kontrast zum dunklen Laub und vor dem Hintergrund der aufziehenden Nacht besonders apart aus.

Man muss nicht versuchen, nach dem Vorbild Vita Sackville-Wests, die den traumhaften Garten Sissinghurst (Grafschaft Kent, Großbritannien) vor allem mit dem „Weißen Garten“ weltberühmt gemacht hat, eine ebensolch strahlende Anlage zu konzipieren. Es reicht vollkommen, einige weiße Einheiten im bunt gemischten Staudenbeet zu integrieren. Eine weitere Art sind hier ganz klar die Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis). Mit ’Septemberglanz‘ oder ’Serenade‘ gibt es sie auch in zarten bis kräftigen Rosa- und Violetttönen, aber besonders empfehlenswert sind die weiß blühenden Hybriden ’Andrea Atkinson‘, Lady Ardilaun‘ und ’Honorine Jobert‘. Als robuste und zuverlässige Pflanze darf man davon ausgehen, dass die Herbst-Anemone ohne Zweifel immer wieder ausbricht aus ihrem Wurzelwerk und sich auch selber – zuweilen sogar etwas sehr aufmüpfig – verbreitet. Dass mit den herbstblühenden Anemonen vor allem ein Flor gefunden wäre, der auch oder vor allem unter weniger sonnigen Bedingungen in beschatteten Bereichen für Furore sorgt, ist nurmehr ein weiterer Grund, sich hier für die weiß blühenden Sorten zu entscheiden. Als wenn im Dunkel die Lichter angezündet werden.

Es ist immer gut, jetzt schon danach zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt, weiß blühende Stauden zu verwenden. Denn erstens neigen sich die Tage nunmehr wieder schneller dem Abend, sodass es Licht werde im abendlichen Dunkel. Und zweitens rückt mit dem Spätsommer die Pflanzzeit näher.



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