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Jungfer im Grünen – sie sieht nicht nur gut aus, sondern würzt auch

Die Sterne des falschen Kümmels

Wie Sterne sehen sie aus, die Blüten der Jungfer im Grünen, die als einjährige, krautige Sommerblumenschönheit verlässlich zurückkehrt in jedem neuen Jahr. Nigella damascena ist nämlich in der Lage, ihre Saat so immens zu versprühen, dass die Körnchen hier und dort den Winter über im Boden verbleiben und im Frühling neu sprießen. Ameisen tun ihr Übriges, verschleppen die Samen – und schon erblühen diese beeindruckenden Pflanzen plötzlich auch anderen Stellen im Garten. Dabei kommt der Jungfer im Grünen nicht allein die Aufgabe zu, nur schön auszusehen. Ferner werden die schwarzen Samenkörner dazu verwendet, Speisen und Backwaren wie zum Beispiel Fladenbrot zu würzen. Zwar wird der Echte Schwarzkümmel aus der verwandten Nigella sativa gewonnen, in deren aufgeblasenen Balgfrüchten die dreikantigen Samen sitzen, aber auch die Saat der Schwester Nigella damascena kann für Würzzwecke verwendet werden. Die Körner reichen nicht an das Aroma des Originals heran, schmecken aber dennoch ähnlich. Tipp: Die Samen zunächst in einer beschichteten Pfanne anrösten, auf diese Weise entfaltet sich das Aroma besser. Sortentipps: ’African Bride‘ als seltene, reinweiß blühende Sorte; ’Miss Jekyll’ in hellem Blau und ’Mulberry Rose‘ in zartem Rosa.

veröffentlicht am 02.07.2015 um 16:35 Uhr

Autor:

Die Jungfer im Grünen ist eine krautige Sommerschönheit, die aufgrund ihrer nicht vorhandenen Winterhärte zwar nur einjährig kultiviert werden kann, sich aber fröhlich und ergiebig aussät und deshalb in jedem Jahr wieder zurückkehrt. Vor allem im Bauerngarten war sie früher ein gern gesehener Gast. Heute ist sie bei vielen Gartenbesitzern leider in Vergessenheit geraten. ey



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