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Vergleichsweise ist weniger zu tun – aber jetzt werden Pläne gemacht

Der August-Garten

Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Augustgarten wenig Arbeit macht. Das stimmt aber nicht wirklich...

veröffentlicht am 18.08.2016 um 16:54 Uhr

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Rasen mähen, Kräuter schneiden, hier und dort ein bisschen ausputzen. Gepflanzt wird noch nicht oder zumindest wenig, gedüngt wird nicht mehr. Die meiste Arbeit macht noch die Ernte, aber auch sie hält sich in Grenzen, denn Äpfel und Birnen sind noch nicht reif, Kirschen, Johannis- und andere -beeren schon verarbeitet. Allein: Sich darauf auszuruhen, ist auch nicht ratsam. Gerade jetzt werden Lücken sichtbar, die ab September pünktlich zur Pflanzzeit gefüllt werden können.

Die Frage ist also: Wo lassen sich Dinge verbessern? Nichts stört das Auge mehr als eine kahle Stelle. Die kann aber gerade jetzt, im Spätsommer, durchaus ihre Gründe haben, weil manches schon verblüht und zurückgeschnitten worden ist. Oder weil dort ab März bis Mai die Frühlingsblüher wie Tulpen oder Narzissen gestanden haben – was beim Pflanzen von Stauden oder Gehölzen immer mit berücksichtigt werden sollte.

Will heißen: Manche Lücke hat ihren Sinn.

Manche aber auch nicht. Das Streben nach Veränderung ist groß und Vorlieben ändern sich im Laufe der Jahre. Blumen, die früher noch als wunderschön angesehen wurden, zählen plötzlich nicht mehr zu den Favoriten. Oder aber die Standortbedingungen haben sich geändert, wenn etwa ein Baum größere Schatten wirft als noch vor zehn Jahren und aus einem ehemals sonnigen Beet in der Zwischenzeit ein mindestens halbschattiges geworden ist. Manche Staude leidet dann darunter und muss vielleicht umgesetzt werden. An ihrer Stelle braucht’s aber eine Nachfolgerin, die mit dem Halbschatten besser zurechtkommt.

Will heißen, auf veränderte Bedingungen sinn- und maßvoll zu reagieren.

Die zweite Hälfte des Augusts ist also zwar eine Zeit der Entspannung, kann aber gerade aus diesem Grund gut genutzt werden, um Fehler zu entdecken und Veränderungen herbeizuführen, die sich schon im kommenden Frühling bemerkbar machen. Für die bevorstehende Pflanzzeit können die Pflanzen schon einmal ausgesucht werden. Faustregel: Immer auch Alternativen in die Überlegungen miteinbeziehen und scheinbar Unmögliches möglich werden lassen. Warum sollte man nicht einen bislang allein zur Zierde dienenden Teil des Gartens auch mit Kräuterpflanzen bestücken. Und wo es jetzt an heißen Tagen an Schatten fehlt, kann es nicht schaden, einen Baum vorsehen zu wollen, dessen Krone vielleicht schon im nächsten Jahr Schatten spendet und der sich in den Folgejahren noch viel schöner entwickelt.

Will heißen: Möglichkeiten ausloten, Alternativen suchen und



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