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Lichtgestalten für den Schatten

Bodendecker gehören zu den unverzichtbaren Pflanzen

Bodendecker sind im Garten unverzichtbar. Sie bilden einen dichten Teppich und sind ideal, um kahle Stellen zu füllen. Aber wachsen Bodendecker eigentlich auch an Stellen, an denen wenig oder keine Sonne scheint? Aber sicher!

veröffentlicht am 10.03.2017 um 15:46 Uhr

Sowohl grün bleibende Sorten, als auch solche, die ihre Blätter verlieren, verbreiten sich problemlos an schattigen Stellen.

Bodendecker sind niedrig wachsende, robuste Stauden, die sich durch Triebe vermehren. So entsteht ein Teppich, der wenig Arbeit macht. Bodendeckende Stauden sind perfekt, um freie Stellen unter Sträuchern, Hecken und Bäumen zu füllen. Ein großer Vorteil der Bodendecker besteht darin, dass sich kein Unkraut entwickeln kann.

Es steht eine ganze Skala an Sorten und Farben zur Wahl. Bevor es ans Pflanzen geht, muss allerdings der Boden bereitet werden. Das bedeutet, vorhandenes Unkraut zu entfernen und die Krume zu lockern. Kompost mit einzuarbeiten, um den Pflanzen einen guten Wachstumsstart zu bescheren. Die Pflege vieler Bodendecker ist denkbar einfach. Sie wachsen und müssen höchstens – wie im Fall der Elfenblume – im zeitigen Frühling bodennah abgeschnitten werden. Andere wiederum brauchen so gut wie keine Pflege; Dickmännchen gehören zu dieser robusten Spezies, die allerdings durchaus auch dort „übergreift“, wo sie nicht wachsen soll. Mitunter überwinden oder unterwandern ihre starken Wurzeln auch Grenzen wie Kanten, Steine und Unkrautvlies.

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Kriechender Günsel (Ajuga reptans)

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob Bodendecker einmal pro Jahr gedüngt werden sollten. Einerseits ist eine leichte Düngung nicht schlecht, andererseits sind viele bodendeckenden Stauden so anspruchslos, dass sie vollkommen ohne Dünger auskommen, wenn ihnen von Anfang an der Boden gut bereitet wird. Solange sie frisch aussehen und die Blüte nicht leidet, ist eine Düngung nicht zwingend notwendig. Alle zwei Jahre den Boden mit einigen Schaufeln Kompost aufzufrischen, der auch nicht eingearbeitet werden muss, reicht als Frischekick aus.

Viele Gartenbesitzer entscheiden sich für wintergrüne Bodendecker, die ihre Blätter behalten. Eine der bekanntesten Sorten ist das Dickmännchen (Pachysandra terminalis). Im Zeitraum März-April blüht diese Pflanze mit nicht sehr auffälligen, lieblichen weißen Blüten. Ein weiterer Bodendecker ist die Golderdbeere (Waldsteinia ternata), eine äußerst robuste und grün bleibende Kriechpflanze, die im Frühjahr herrliche gelbe Blüten entwickelt. Allerdings: Ganz im Schatten wird sie nach einiger Zeit kaum noch blühen; ein halbsonniger Standort ist ihr lieber. Andere Möglichkeit: Nach anderen Sorten dieser Gattung fragen, denn den Züchtern ist ihr blühfaules Wesen im Schatten auch schon aufgefallen und haben neue Sorten kreiert.

Das Kleine Immergrün (Vinca minor) ist auch ein Klassiker. Im Frühjahr blüht diese Pflanze mit ihren typischen blauen oder weißen Blüten und im Laufe des Sommers folgt dann häufig noch eine weitere Blüteperiode. Andere beliebte Sorten sind der Efeu (Hedera helix), der Knöterich (Persicaria) und die Große Hainsimse (Luzula sylvatica). Und auch diese Sorten lieben den Schatten! Bisweilen kommt es auf die ausreichende Bodenfeuchte an: Der Knöterich etwa wird sich an zu trockenen Standorten nur widerwillig entwickeln; er ist eine typische Pflanze für teichnahe, zumindest aber feuchte Standorte.iverde / sas

Information

Bodendecker für den Schatten – zu den zehn dankbarsten und pflegeleichtesten Arten zählen:

Walderdbeere (Fragaria vesca)
Elfenblumen (Epimedium)
Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
Grönland-Veilchen (Viola labradorica)
Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria)
Storchenschnabel (Geranium)
Purpurglöckchen (Heuchera)
Schaumblüte (Tiarella)
Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europeum)
Frauenmantel (Alchemilla)



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