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Zuckersüße Fettfallen: Werbung speziell für Kinder

Mit bunten Verpackungen, Spielbeigaben und Wettbewerben ködern die Nahrungsmittelhersteller kleine Kunden. Eine Erhebung der hessischen Verbraucherzentrale hat Kinderlebensmittel kritisch unter die Lupe genommen. Das Augenmerk lag auf Produkten, die sich in ihrer Aufmachung speziell an unter 12-Jährige richten und Werbung noch nicht kritisch einschätzen können. Miserables Ergebnis: 21 von 25 begutachteten Produkten sind mit einer gesunden Kinderernährung nicht vereinbar. Sie enthalten meist zu viel Zucker und Fett und sind häufig stark mit Aromen, Farbstoffen oder Vitaminen aufgepeppt. Die Verbraucherzentralen fordern daher ein Werbeverbot für Lebensmittel, die sich speziell an Kinder richten.

veröffentlicht am 16.04.2009 um 22:59 Uhr

Testergebnisse lauten immer wieder: Kinderlebensmittel halten nicht, was ihre Werbung verspricht. Eine Marktstichprobe Anfang März 2009 in Frankfurt hat 25 Lebensmittel unter die Lupe genommen, die mit ihrer Aufmachung Kinder unter zwölf Jahren ansprechen. Die ausgewählten Produkte, wie Wurst, Pizza, Ketchup, Süßigkeiten wurden anhand der Nährwertangaben auf der Packung mit Hilfe des Ampel-Checks der Verbraucherzentralen hinsichtlich ihres Zucker-, Fett- und Salzgehaltes bewertet.

84 Prozent (21 von 25 Produkten) der überprüften „Kinderlebensmittel“ erhielten bei der Übertragung in die Ampel mindestens einen roten Punkt, meistens für einen zu hohen Zuckergehalt. Auch für die zwölf Produkte von Anbietern aus der EU-Pledge-Initiative ist das Ergebnis miserabel: Sie erhielten sogar in über 90 Prozent der Fälle mindestens einen roten Punkt. In der EU-Pledge-Initiative schlossen sich unter anderen Unilever, Nestlé, Ferrero, Kellogg’s und Danone freiwillig zusammen und verpflichten sich, ihre Werbung für Kinder unter zwölf Jahren in Funk, Fernsehen und Zeitschriften einzuschränken. Die Ergebnisse finden Interessierte unter www.verbraucher.de.

Fazit: Kinderlebensmittel machen keine gute Figur und gehören nur ab und zu auf den Tisch. Fette und überzuckerte Produkte dürfen nicht mehr als gesund beworben werden, fordern die Verbraucherzentralen.



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