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Wo stellt man Anträge und was ist die Kurzzeitpflege?

Was sind Pflegesachleistungen?

veröffentlicht am 04.02.2010 um 07:00 Uhr

Der Kompass – ein Symbol, das nicht nur auf hoher See oder

Pflegesachleistungen werden durch geeignete Pflegekräfte erbracht. Das Pflegepersonal ist in diesem Fall bei ambulanten Pflegediensten, mit denen die Pflegekasse einen Versorgungsvertrag hat, angestellt.

Wo wird der Antrag auf Pflegebedürftigkeit gestellt?

Der Antrag zur Einstufung in eine Pflegestufe muss bei der Pflegekasse gestellt werden.

Was ist die Kurzzeitpflege?

In der Kurzzeitpflege wird ein pflegebedürftiger Mensch für einen begrenzten Zeitraum (28 Tage) stationär in einem Pflege- oder Seniorenheim aufgenommen. Nicht selten kommt es vor, dass man Kurzzeitpflege für einen pflegebedürftigen Menschen auch ganz kurzfristig benötigt. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein allein stehender Mensch nach einem Krankenhausaufenthalt noch pflegebedürftig ist und sich auf keinen Fall alleine versorgen kann oder wenn Angehörige nach einem Krankenhausaufenthalt für den pflegebedürftigen Menschen alles Notwendige organisieren müssen für die Pflege und Betreuung zu Hause (Pflegebett, eventuelle Umbaumaßnahmen, Pflegedienst finden und ähnliches).

Welche Formen der Kurzzeitpflege gibt es?

Erstens: Kurzzeitpflege bei Verhinderung der Pflegeperson. Verreist die Pflegeperson oder ist sie aus anderen Gründen (zum Beispiel Krankheit) verhindert, hat der Pflegebedürftige einen Anspruch auf Verhinderungspflege für bis zu vier Wochen (28 Tage) im Jahr in Höhe bis 1432 Euro.

Zweitens: Kurzzeitpflege, wenn die häusliche Versorgung vorübergehend nicht gewährleistet oder ausreichend ist, also zum Beispiel direkt im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Sollte hier noch keine Einstufung vorliegen, etwa weil der Betroffene vorher gar nicht pflegebedürftig war, dann muss sie umgehend bei der Pflegekasse beantragt werden. Wird bei der anschließenden Begutachtung mindestens die Pflegestufe I festgestellt, werden die Kosten der Kurzzeitpflege ab dem Datum der Antragstellung übernommen – auch hier gilt: höchstens vier Wochen pro Jahr und in einer Höhe bis 1432 Euro.

Was sind Pflegehilfsmittel?

Pflegehilfsmittel werden von der Pflegekasse übernommen, wenn sie zur häuslichen Pflege notwendig sind, zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder wenn sie eine selbstständige Lebensführung des Pflegebedürftigen ermöglichen, soweit sie nicht von anderen Leistungsträgern (Krankenkasse) zu erbringen sind.

Was bedeutet Tagespflege?

Die Tagespflege ist ein teilstationäres Betreuungsangebot. Das bedeutet, dass alte, kranke oder pflegebedürftige Menschen tagsüber in einer Einrichtung gepflegt, versorgt und betreut werden. Dies kann wahlweise – je nach Bedarf – an einem, mehreren oder allen Wochentagen geschehen. Voraussetzung für die Tagespflege ist, dass Betreuung und Versorgung in der übrigen Zeit, also abends, nachts und morgens und gegebenenfalls am Wochenende zu Hause sichergestellt ist.

Häufig wird die Versorgung des Pflegebedürftigen durch einen ambulanten Pflegedienst morgens und abends ergänzt. Die Tagespflege kann wirksam dazu beitragen, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können, ohne auf eine angemessene Betreuung und Pflege verzichten zu müssen.

Welche Kosten entstehen bei der Tagespflege?

Der Tagespflegesatz besteht aus Pflegekosten, Unterkunfts- und Verpflegungskosten und Fahrtkosten.

Wie funktioniert

Urlaub von der Pflege?

Der Pflegebedürftige oder ein Angehöriger stellen bei der zuständigen Krankenkasse einen Antrag auf „Verhinderungspflege“. Dazu sollte bekannt sein, wer die Vertretung während des Urlaubs der pflegebedürftigen Person übernimmt. Der Vorteil: Die Urlaubsvertretung erhält eine Kostenerstattung für Aufwand und anfallende Kosten bis zu einer Höhe von 1432 Euro. Die Pflegeperson selbst behält ihren Anspruch auf das gesetzliche Pflegegeld entsprechend der Pflegestufe. Die Urlaubsvertretung kann aus dem familiären Umfeld der Person kommen, muss aber nicht. Es können ebenso Pflegedienste oder „fremde“ Personen, wie zum Beispiel Nachbarn als Urlaubsvertretung tätig werden. Meist sind es Seniorenresidenzen oder Pflegeheime, die die Kurzzeitpflege anbieten.



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