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Bis zu zwei Drittel weniger Miete – und die Kosten werden geltend gemacht

Vorteil für Vermieter: Alles einfacher dank neuer Regel

Steuern und Vereinfachung in einem Wort – man sollte meinen die Bürger schreien „Juhu“! Einiges hat sich tatsächlich geändert und vielleicht auch vereinfacht im Steuervereinfachungsgesetz. Alle Regelungen gelten seit Anfang des Jahres bundeseinheitlich.

veröffentlicht am 03.05.2012 um 15:13 Uhr

Diejenigen, die beispielsweise Familienangehörige bei der Vermietung begünstigen, sollten überprüfen, um wie viel Prozent die marktübliche Miete unterschritten wird. Denn mit dem Steuervereinfachungsgesetz wurde auch die bis Ende 2011 geltende 75-56-Regelung abgeschafft: Bis dahin konnte ein Vermieter, der zu mindestens 75 Prozent der Marktmiete vermietet hat, die Kosten aus der Vermietung vollständig als Werbungskosten abziehen. Lag die vereinbarte Miete zwischen 56 und 75 Prozent, musste der Vermieter nachweisen, dass er trotz der verbilligten Miete einen Totalüberschuss erzielen würde, sonst konnte er die Kosten entsprechend dem jeweiligen Prozentsatz nur anteilig abziehen. Unterhalb von 56 Prozent war nur der anteilige Abzug möglich.

Mit dem Steuervereinfachungsgesetz entfällt die mittlere Fallgruppe seit dem 1. Januar 2012. Wer zu wenigstens zwei Drittel der marktüblichen Miete vermietet, kann nach der neuen Regelung die Kosten vollständig geltend machen. Unterhalb von 66 Prozent der marktüblichen Miete werden die Kosten nur noch anteilig anerkannt. „Für eine ganze Reihe von Vermietern stellt die neue Regelung tatsächlich eine Vereinfachung dar“, kommentiert Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbandes IVD. „Vermieter einer abbezahlten Immobilie können allerdings auch mit 60 Prozent der marktüblichen Miete einen Totalüberschuss erzielen. Sodass der ein oder andere nun vor der Wahl steht, entweder mehr Steuern zu zahlen oder die Miete anheben zu müssen.“



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