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Allergie – keine Frage des Alters

Vielleicht ist’s ja doch Heuschnupfen...

Alter schützt vor Allergie? Stimmt nicht! Ärzte beobachten einen massiven Anstieg an Heuschnupfen-Neuerkrankungen gerade in der Altersgruppe 50-plus.

veröffentlicht am 21.06.2017 um 06:30 Uhr

Vor allem immer mehr ältere Menschen sind von Allergien wie Heuschnupfen betroffen. Foto: Karin Mertens/akz-o

Kurioserweise denken Ältere zunächst an eine Erkältung, von der sie die Symptome wie Niesattacken, Naselaufen und tränende Augen bestens kennen. Deshalb Achtung: Hinter hartnäckigen scheinbaren „Erkältungsbeschwerden“ (ohne Fieber) kann auch eine Allergie stecken. Als Auslöser werden angesehen:

die Veränderung der Allergene wie Pollen durch zunehmende Schadstoffbelastung in der Luft.

die zunehmend milden Winter, in denen die Pollen viel länger und früher fliegen.

die Schleimhäute in Nase und Rachen, die ab 50 weniger gut durchblutet, trockener und in ihrer Funktion reduziert sind. Der Abtransport von schädlichen Stoffen kann damit oft nicht mehr in ausreichendem Maße erfolgen.

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen in Form einer Abwehrreaktion mit Ausschüttung von Entzündungsstoffen wie zum Beispiel Histamin. Die schon in jüngeren Jahren quälenden Symptome belasten Ältere oft bis an ihre Grenzen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, die Symptome erfolgreich zu lindern und sogar das Auftreten einer Allergie an sich zu stoppen. Die Hyposensibilisierung durch den Arzt versucht, den Organismus an die Allergene zu gewöhnen und damit das Auftreten der Beschwerden zu verhindern. Diese führen der Hausarzt oder der Allergologe durch. Sie beginnt im Herbst und dauert durchschnittlich zwei Jahre. Antiallergische Akutmedikamente basieren meist auf einer Aufhebung der Histaminwirkung. Wirken gut, machen aber oft müde.

akz-o

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